01.09.2026, 23:16 - Wörter:
Im Leben ist eben nichts umsonst. Jedenfalls nicht mehr seit sich gewisse Herrscher dachten, die Steuern erhöhen zu müssen. Das führte dazu, dass man nun sogar fürs Scheißen bezahlen musste, damit auch Latrinen-Betreiber ein versteuerbares Einkommen hatten. Gleiches Recht für alle…
Jammern brachte sie jedoch nicht weiter, drum war Malochen angesagt, sowohl für die werte Wirtin als auch für den Koch, der sich in der Küche den Buckel krumm schuftete. Und vor allem die Finger, die völlig vernarbt waren vom vielen Abrutschen des Messers beim Gemüseschneiden. Hoffentlich fanden sich keine Fingerkuppen im Eintopf… Von wegen Ofengans und Klöße! Das hier war kein Sternerestaurant, sondern die billigste Absteige im gesamten Königreich!
Das dürfte der Neuzugang mittlerweile ebenfalls erkannt haben, nachdem er sich im stillen Kämmerlein zu Genüge 'frisch gemacht' hatte und nun wieder an seinem Tisch saß, wo er schmatzend auf den versprochenen Gaumenschmaus wartete. Weil man den Herren nicht unnötig warten lassen wollte, servierte ihm die falsche Wirtin mit vollendetem Hüftschwung auch schon die angepriesenen Speisen.
„Et voilà!“, prahlte die Kunstfigur mit ihrem schlechten Französisch, indem sie die Silben falsch betonte, während sie die Schüssel voll Plörre mitsamt Kanten Brot vor dem Jungspund abstellte. Dazu das frisch gezapfte Bier, das beim Abstellen schier über den Becherrand schwappte. „Wohl bekommt’s, Liebchen“, wünschte Jaime ihm noch einen guten Appetit, wobei er wenig damenhaft auf dem Zahnstocher zwischen seinen Lippen herumkaute. „Ist das Brot so dick genug?“, konnte er’s sich obendrein nicht verkneifen, den Gast mit seinem pingeligen Wunsch nach einer dicken Scheibe Brot aufzuziehen.
Jammern brachte sie jedoch nicht weiter, drum war Malochen angesagt, sowohl für die werte Wirtin als auch für den Koch, der sich in der Küche den Buckel krumm schuftete. Und vor allem die Finger, die völlig vernarbt waren vom vielen Abrutschen des Messers beim Gemüseschneiden. Hoffentlich fanden sich keine Fingerkuppen im Eintopf… Von wegen Ofengans und Klöße! Das hier war kein Sternerestaurant, sondern die billigste Absteige im gesamten Königreich!
Das dürfte der Neuzugang mittlerweile ebenfalls erkannt haben, nachdem er sich im stillen Kämmerlein zu Genüge 'frisch gemacht' hatte und nun wieder an seinem Tisch saß, wo er schmatzend auf den versprochenen Gaumenschmaus wartete. Weil man den Herren nicht unnötig warten lassen wollte, servierte ihm die falsche Wirtin mit vollendetem Hüftschwung auch schon die angepriesenen Speisen.
„Et voilà!“, prahlte die Kunstfigur mit ihrem schlechten Französisch, indem sie die Silben falsch betonte, während sie die Schüssel voll Plörre mitsamt Kanten Brot vor dem Jungspund abstellte. Dazu das frisch gezapfte Bier, das beim Abstellen schier über den Becherrand schwappte. „Wohl bekommt’s, Liebchen“, wünschte Jaime ihm noch einen guten Appetit, wobei er wenig damenhaft auf dem Zahnstocher zwischen seinen Lippen herumkaute. „Ist das Brot so dick genug?“, konnte er’s sich obendrein nicht verkneifen, den Gast mit seinem pingeligen Wunsch nach einer dicken Scheibe Brot aufzuziehen.
