30.08.2026, 22:28 - Wörter:
An diesem Abend ließ sich die Wirtin von jemanden vertreten, der ihr zum Verwechseln ähnlich sah, jedoch um einiges flachbrüstiger war als die üppige Wirtin. Ein Wolf im Schafspelz? Nein, ein Travestiekünstler, der seine Leidenschaft fürs Kellnern entdeckt hatte. Wo es ihm an weiblichen Rundungen fehlte, wies er umso mehr Einfallsreichtum bei seinem Styling auf.
Schillernde Pfauenfedern steckten in der breiten Krempe seines Hutes, voluminös getuschte Wimpern rahmten seinen funkelnden Blick ein, kunstvoll geflochtene Zöpfe schmückten seine goldblonde Perücke und der tiefe Ausschnitt seines Rüschenhemdes offenbarte wie in Stein gemeißelte Brustmuskeln. Sich derart zu verkleiden war seine Art sich in Szene zu setzen. Er liebte das Rampenlicht und die verstörten Blicke seines unfreiwilligen Publikums, die mal abfällig, mal wohlwollend waren.
Verspielt grinsend schlenderte er zu jenem Tisch hinüber, an welchen sich unlängst der neue Gast gesetzt hatte, um ihn und seine Wünsche zu bedienen.
„Was darf’s sein, Schätzchen?“, erkundigte er sich zuckersüß gurrend nach den kulinarischen Bedürfnissen des Neuzugangs, der den Eindruck machte, einen Marathon gelaufen zu sein und nun entspannen zu müssen. Mit gezücktem Notizblock signalisierte die falsche Wirtin ihm, ein offenes Ohr für dessen Sorgen Bestellung zu haben.
Schillernde Pfauenfedern steckten in der breiten Krempe seines Hutes, voluminös getuschte Wimpern rahmten seinen funkelnden Blick ein, kunstvoll geflochtene Zöpfe schmückten seine goldblonde Perücke und der tiefe Ausschnitt seines Rüschenhemdes offenbarte wie in Stein gemeißelte Brustmuskeln. Sich derart zu verkleiden war seine Art sich in Szene zu setzen. Er liebte das Rampenlicht und die verstörten Blicke seines unfreiwilligen Publikums, die mal abfällig, mal wohlwollend waren.
Verspielt grinsend schlenderte er zu jenem Tisch hinüber, an welchen sich unlängst der neue Gast gesetzt hatte, um ihn und seine Wünsche zu bedienen.
„Was darf’s sein, Schätzchen?“, erkundigte er sich zuckersüß gurrend nach den kulinarischen Bedürfnissen des Neuzugangs, der den Eindruck machte, einen Marathon gelaufen zu sein und nun entspannen zu müssen. Mit gezücktem Notizblock signalisierte die falsche Wirtin ihm, ein offenes Ohr für dessen Sorgen Bestellung zu haben.
