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Krieg der sieben Königreiche
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Der große Krieg war schon seit langem vorbei, und es war eine Zeit des Wachstums und des Wohlstands angebrochen. Doch nur sechs der sieben Königreiche der bekannten Welt hatten davon profitiert. Denn das siebte wurde von einem verbitterten Witwer geführt, der offenbar entschlossen war sein Reich so gründlich in den Ruin zu führen, dass nach seinem Ableben dort niemand mehr leben, oder dieses Land regieren wollte oder konnte. Für die übrigen Sechs galt dieses schon bald als das verlorene Reich dem sie keine weitete Beachtung schenkten. Informationen flossen ohnehin nur spärlich und ausschließlich durch Flüchtlinge die in ihrer alten Heimat keine Zukunft mehr für sich sahen und daher ihr Heil in anderen Gefilden suchen wollten.
Doch dann begann sich die Situation zu ändern. Zunächst nur eher harmlos erscheinend, indem es in dem Grenzgebieten zu dem „verlorenen Königreich“ immer häufiger zu Überfällen auf Dörfer und Handelsstationen kam. In den übrigen Reichen ging man davon aus, dass das Reich sich bereits so weit im Niedergang befand dass Räuberbanden dort mehr und mehr die Macht übernahmen. So verstärkte man zwar die Grenztruppen um diese Übergriffe einzudämmen, beachtete das Ganze aber zunächst nicht weiter. Ein Fehler wie sich im Nachhinein heraus stellte, denn die Situation verschlechterte sich zusehends. Schon bald wurden nicht nur Dörfer sondern auch Städte im Grenzgebiet geplündert, und schließlich sogar ganze Regionen regelrecht besetzt. Wegen der langen Periode des Friedens waren die stehenden Heere in den Königreichen aufgelöst, und nur kleinere lokale Verbände für die Jagd nach möglichen Räuberbanden erhalten worden. So konnte man dieser Invasion zunächst nichts Adäquates entgegen setzen. Doch als klar wurde, dass man es hier mit einer echten militärischen Bedrohung zu tun hatte reagierte man schließlich. Dank der sich gut entwickelten Wirtschaft waren die Staatskassen gut gefüllt, und die Produktionskapazitäten ausreichend genug um recht schnell Armeen aufzustellen welche umfangreich genug waren um diese Bedrohung mit Leichtigkeit beseitigen zu können. Es kam zu den ersten Schlachten welche für die angegriffenen Reiche trotz zahlenmäßig großer Überlegenheit jedes mal in einem Desaster endete. Dabei lag dies nicht daran, dass deren Soldaten über weniger Kampferfahrung und Disziplin als ihre Gegner verfügten, oder ihre Befehlshaber schlechte Taktiken und Strategien anwandten, sondern vielmehr daran, dass ihr Gegner über Möglichkeiten verfügte die bislang völlig unbekannt waren. Aus unerfindlichen Gründen wurden ganze Verbände, die noch nicht einmal Feindkontakt gehabt hatten, von Panik befallen, so dass sie kopflos vom Schlachtfeld flohen, während andere plötzlich im entscheidenden Moment von einem Anfall von Schwäche befallen wurden, so dass sie kaum noch ihre Waffen zu halten geschweige denn einsetzen konnten. Dabei wirkte sich letzteres nicht nur auf Soldaten sondern auch auf Tiere aus, so dass Pferde nicht mehr in der Lage waren ihre Reiter zu tragen und mitten auf dem Feld unter ihnen zusammen brachen.
Auch wenn die personellen und wirtschaftlichen Möglichkeiten des krieg treibenden Königreiches begrenzt waren, war es mit diesen Fähigkeiten in einer Schlacht doch praktisch unbesiegbar. Um dem Abhilfe zu schaffen wurde fieberhaft geforscht. Ein alter, fast vergessener, Orden schien dagegen eine Möglichkeit gefunden zu haben, indem er eine Methode anbot um die Flüche des Feindes nicht nur zu kontern sondern sogar ins Gegenteil zu verkehren, oder zumindest die eigenen Truppen dagegen widerstandsfähiger zu machen. Doch dafür war ein hoher Aufwand nötig, und zwei weibliche Auserwählte mussten dafür zusammen arbeiten. Kurzfristig konnten nur die Ressourcen für ein solches Team aufgebracht werden, so dass dieses sorgsam ausgewählt werden musste.
Prinzessin Sophia von Varcassia gehörte zu der Gruppe von Kandidatinnen die für Auswahl der Zweierteams zum Kontern der feindlichen Flüche den Ort der Prüfung erreichte. Dabei rechnete sie sich selbst keine großen Chance aus, und bereute das auch gar nicht. Als Drittgeborene war ihre Aussicht auf den Thron eher gering, außerdem sah sie sich eher als Gelehrte mit wenig Interesse ein Schlachtfeld von nahem zu sehen. Dass sie überhaupt hier war maß sie eher dem Umstand zu dass sie zu denjenigen gehörte welche den alten Orden ins Gespräch gebracht und in seinem Vorhaben unterstützt hatte. Entsprechend bescheiden und zurück haltend gab sie sich daher auch gegenüber den anderen Kandidatinnen, von denen viele bereits begierig darauf waren sich bei dieser Gelegenheit einen Ruf und Namen zu verdienen.