05.07.2026, 11:51 - Wörter:
Ashes of Allegiance - A Matter of Trust
Lucius Malfoy ersucht Severus Snape um Antworten im Zeichen wachsender Unsicherheit, alten Loyalitäten und der unausgesprochenen Frage, ob Vertrauen in den letzten Tagen vor dem Krieg überhaupt noch möglich ist.
Spielende Charaktere:
Vereinbarung:
- Antwortfrist: 1 Monat
- Wenn länger abwesend:interne Absprache
- Wenn jemand ausfällt: Szene beenden
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LUCIUS MALFOY
Das Feuer im Kamin des Schulleiterbüros von Hogwarts flackerte jäh auf. Smaragdgrüne Flammen leckten an schwarzem Marmor empor und warfen gespenstische Schatten über die hohen Regale, ehe sich daraus die Silhouette eines Mannes löste und mit geschmeidiger Eleganz auf den Teppich glitt.
Graue Augen schossen rastlos durch den dunklen Raum, der nur durch den Feuerschein und das fahle Mondlicht in den Bogenfenstern erhellt wurde. Die silbernen Gerätschaften, die Albus Dumbledore nach seinem Tod hinterlassen hatte, glänzten auf den Regalen, doch das magische Surren, das früher die Luft erfüllt hatte, war verstummt. Severus hatte es stets den letzten Nerv geraubt. Nun lag eine schwere Düsternis über der Szenerie, als würden die Wände Hogwarts ihr drohendes Schicksal erahnen. Die Porträts ehemaliger Schulleiter ruhten reglos in ihren vergoldeten Rahmen. Manche hatten den Kopf auf die Brust sinken lassen, andere schienen im dämmrigen Licht nur zu schlafen. Der nächtliche Gast am Kamin konnte sich des Eindrucks jedoch nicht erwehren, dass ihn dutzende Augen beobachteten, sobald sein Blick weiterwanderte. Nichts regte sich. Das Büro wirkte verlassen.
Lucius Malfoy ließ seine Hand in die Robentasche gleiten und spannte die Finger um den glatten Griff seines neuen Zauberstabs. Das Eschenholz lag kalt in seiner Hand. Weich, glatt und fremd. Es antwortete auf seine Magie, aber ohne Vertrauen, ohne jene selbstverständliche Vertrautheit seines alten Ulmenstabs. Lucius erlaubte sich nicht die Schwäche, sich den jähen Schmerz zuzugestehen, der ihm bei dem Gedanken an seinen alten Zauberstab durchzuckte. Er hatte ein dramatisches Ende in den Händen seines Lords im Kampf gegen Harry Potter gefunden.
Der Dunkle Lord hatte seinen Zauberstab gewählt. Welch größere Auszeichnung hätte einem Gefolgsmann zuteilwerden können? Ein Opfer, das er bereitwillig für ihre große Sache gab. Es war eine Ehre. Sagte er sich. Er wiederholte den Gedanken so oft, bis er beinahe glaubhaft klang.
Jegliche Gedanken daran, dass ihm sein Stab stets treu gedient hatte und er das vertraute Gefühl des silbernen Schlangenknaufs in der Hand vermisste, begrub er tief in der hintersten Ecke seines Unterbewusstseins zusammen mit der aufkeimenden Saat von Zweifeln und Ängsten, die sich bereits als dunkle Schatten in die Kerben seines Gesichts gegraben hatten.
Angespannt glitt er über den Teppich in den Raum hinein, sein Blick registrierte jeden Schatten, jede noch so kleine Bewegung. Das Feuer im Kamin knackte. Seine Roben raschelten leise – er hatte sich nicht noch einmal umgezogen. Nicht, dass es einen Unterschied gemacht hätte. Der Glanz des ehemaligen Malfoy-Oberhauptes war verblasst.
Ein Dreitagebart zierte sein Kinn, die Wangen wirkten eingefallen, die Haut fahl wie Pergament. Tiefe Augenringe umrahmten die gehetzt wirkenden grauen Augen des Mannes. Die Roben – einst Zeichen seines Status – hingen lose von seiner mageren Gestalt. Die Monate in Askaban hatten Lucius Malfoy etwas geraubt, das weder Gold noch Einfluss je hätten zurückkaufen können. Wo ihn einst makellose Eleganz in beinahe provokanter Weise gekleidet hatte, blieb nur noch eine bröckelnde Fassade eines Mannes, dessen Stolz noch immer aufrecht ging, obwohl der Mensch darunter längst zusammengebrochen war. Lucius erkannte sich im Spiegel nicht mehr wieder. Er hatte auch nicht mehr die Kraft, daran etwas zu ändern. Sein Fokus war ein Anderer geworden.
Er kam unangekündigt zu dieser späten Stunde. Unsicherheit nagte an ihm. War dieser Schritt richtig? Lucius wusste keinen anderen Rat. Es war ein Risiko, doch der Grund für seinen späten Besuch war ihm das wert. Auch wenn er Severus Snape längst nicht mehr Freund nennen konnte – zu unsicher waren die Zeiten geworden, um einem Menschen, den man einst so gut zu kennen glaubte, noch zu vertrauen – so war er doch der Einzige, an den sich Lucius in seiner dringlichen Lage zu wenden traute.
Nicht zuletzt, weil Narzissa ihm mit einer Eindringlichkeit, wie er sie selten an ihr erlebt hatte, versichert hatte, dass Severus seinem Schwur treu bleiben würde.
„Er hat geschworen, ihn zu beschützen, Lucius“, waren ihre Worte gewesen. „Der unbrechbare Schwur. Ich vertraue ihm. Zumindest mit dem Leben Dracos.“ Vertrauen. Etwas, das sich Lucius nicht mehr leisten konnte. Doch für Draco, seinen Erben, sein Fleisch und Blut, würde er alles versuchen.
„Severus?“, zischte er leise in das düstere Schweigen des Büros.
Seine Stimme durchschnitt die Stille kaum lauter als das Flüstern des sterbenden Feuers. Keine Antwort. Nur das leise Knacken der Glut und irgendwo tief im Schloss das ferne Ächzen alter Balken.
Lucius spürte, wie sich seine Finger fester um den Zauberstab schlossen.
Graue Augen schossen rastlos durch den dunklen Raum, der nur durch den Feuerschein und das fahle Mondlicht in den Bogenfenstern erhellt wurde. Die silbernen Gerätschaften, die Albus Dumbledore nach seinem Tod hinterlassen hatte, glänzten auf den Regalen, doch das magische Surren, das früher die Luft erfüllt hatte, war verstummt. Severus hatte es stets den letzten Nerv geraubt. Nun lag eine schwere Düsternis über der Szenerie, als würden die Wände Hogwarts ihr drohendes Schicksal erahnen. Die Porträts ehemaliger Schulleiter ruhten reglos in ihren vergoldeten Rahmen. Manche hatten den Kopf auf die Brust sinken lassen, andere schienen im dämmrigen Licht nur zu schlafen. Der nächtliche Gast am Kamin konnte sich des Eindrucks jedoch nicht erwehren, dass ihn dutzende Augen beobachteten, sobald sein Blick weiterwanderte. Nichts regte sich. Das Büro wirkte verlassen.
Lucius Malfoy ließ seine Hand in die Robentasche gleiten und spannte die Finger um den glatten Griff seines neuen Zauberstabs. Das Eschenholz lag kalt in seiner Hand. Weich, glatt und fremd. Es antwortete auf seine Magie, aber ohne Vertrauen, ohne jene selbstverständliche Vertrautheit seines alten Ulmenstabs. Lucius erlaubte sich nicht die Schwäche, sich den jähen Schmerz zuzugestehen, der ihm bei dem Gedanken an seinen alten Zauberstab durchzuckte. Er hatte ein dramatisches Ende in den Händen seines Lords im Kampf gegen Harry Potter gefunden.
Der Dunkle Lord hatte seinen Zauberstab gewählt. Welch größere Auszeichnung hätte einem Gefolgsmann zuteilwerden können? Ein Opfer, das er bereitwillig für ihre große Sache gab. Es war eine Ehre. Sagte er sich. Er wiederholte den Gedanken so oft, bis er beinahe glaubhaft klang.
Jegliche Gedanken daran, dass ihm sein Stab stets treu gedient hatte und er das vertraute Gefühl des silbernen Schlangenknaufs in der Hand vermisste, begrub er tief in der hintersten Ecke seines Unterbewusstseins zusammen mit der aufkeimenden Saat von Zweifeln und Ängsten, die sich bereits als dunkle Schatten in die Kerben seines Gesichts gegraben hatten.
Angespannt glitt er über den Teppich in den Raum hinein, sein Blick registrierte jeden Schatten, jede noch so kleine Bewegung. Das Feuer im Kamin knackte. Seine Roben raschelten leise – er hatte sich nicht noch einmal umgezogen. Nicht, dass es einen Unterschied gemacht hätte. Der Glanz des ehemaligen Malfoy-Oberhauptes war verblasst.
Ein Dreitagebart zierte sein Kinn, die Wangen wirkten eingefallen, die Haut fahl wie Pergament. Tiefe Augenringe umrahmten die gehetzt wirkenden grauen Augen des Mannes. Die Roben – einst Zeichen seines Status – hingen lose von seiner mageren Gestalt. Die Monate in Askaban hatten Lucius Malfoy etwas geraubt, das weder Gold noch Einfluss je hätten zurückkaufen können. Wo ihn einst makellose Eleganz in beinahe provokanter Weise gekleidet hatte, blieb nur noch eine bröckelnde Fassade eines Mannes, dessen Stolz noch immer aufrecht ging, obwohl der Mensch darunter längst zusammengebrochen war. Lucius erkannte sich im Spiegel nicht mehr wieder. Er hatte auch nicht mehr die Kraft, daran etwas zu ändern. Sein Fokus war ein Anderer geworden.
Er kam unangekündigt zu dieser späten Stunde. Unsicherheit nagte an ihm. War dieser Schritt richtig? Lucius wusste keinen anderen Rat. Es war ein Risiko, doch der Grund für seinen späten Besuch war ihm das wert. Auch wenn er Severus Snape längst nicht mehr Freund nennen konnte – zu unsicher waren die Zeiten geworden, um einem Menschen, den man einst so gut zu kennen glaubte, noch zu vertrauen – so war er doch der Einzige, an den sich Lucius in seiner dringlichen Lage zu wenden traute.
Nicht zuletzt, weil Narzissa ihm mit einer Eindringlichkeit, wie er sie selten an ihr erlebt hatte, versichert hatte, dass Severus seinem Schwur treu bleiben würde.
„Er hat geschworen, ihn zu beschützen, Lucius“, waren ihre Worte gewesen. „Der unbrechbare Schwur. Ich vertraue ihm. Zumindest mit dem Leben Dracos.“ Vertrauen. Etwas, das sich Lucius nicht mehr leisten konnte. Doch für Draco, seinen Erben, sein Fleisch und Blut, würde er alles versuchen.
„Severus?“, zischte er leise in das düstere Schweigen des Büros.
Seine Stimme durchschnitt die Stille kaum lauter als das Flüstern des sterbenden Feuers. Keine Antwort. Nur das leise Knacken der Glut und irgendwo tief im Schloss das ferne Ächzen alter Balken.
Lucius spürte, wie sich seine Finger fester um den Zauberstab schlossen.
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