Vor 3 Stunden - Wörter:
Ein in Silber und Gold bemalter Himmel
Spielende Charaktere:
Freya Ameling & Quirin Thale
Vereinbarung:
- Antwortfrist: nach Absprache unter uns
- Wenn länger abwesend:nach Absprache, warten
- Wenn jemand ausfällt: Szene beenden
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Ein in Silber und Gold bemalter Himmel
Freya & Quirin
Erhöht über Quedlinburg | Zur Dämmerung
Freya & Quirin
Erhöht über Quedlinburg | Zur Dämmerung
//// Quirin Thale saß oberhalb von Quedlinburg unter einem honetten Baum, umgeben von scheuem Frühlingsgeflüster schmiegte er seinen Rücken an den borkigen Stamm und spürte nach den Säften, die darin gen bald wieder sprießender Blätter gesogen wurden. Der Blonde hatte die Beine angezogen, so dass er auf den Knien sein Notizbuch hatte ablegen können. In diesem Moment schrieb der junge Mann an den Setkarten, die er seinem neuen Dunkelmond-Ritual-Paket beilegen wollte; er dachte über einen Text nach, in dem es darum ging Dinge in der Dunkelheit hinter sich zurückzulassen und was man mit den Zutaten tun sollte, die er gedachte zusammenzustellen. Nicht einmal eine Uhrzeit hätte er einem Fragenden nennen können. Irgendwas mit … Quirin sah in den Himmel auf. Schon Lichterschwebe?* Der Stift tippte an seine Stirn, über seine Finger zogen sich in sanftem Henna kunstvolle altdeutsche Runen – er überlegte, wirklich nur kurz, was er zu den Turmalinstücken schreiben sollte.
Denn eigentlich war er nicht wirklich bei der Sache – welchen Namen könnte er dem geben? Eine Verabredung? Date, würden es seine Freunde nennen, denen er noch gar nichts von Freya gesagt hatte. Es hätte nur Frotzeleien nach sich gezogen: so was wie Dates hatte Q nicht.
Seine Hand tat einen langen Strich. Fertig war er noch lange nicht, wie er mit einem Blick auf den mickrigen Text erkennen musste, doch der Rahmen stand. Außerdem ließ seine Schrift zu wünschen übrig, sie sackte zum Ende hin immer mehr ab. Allerdings konnte er unter den Ästen eines Baums seine Gedanken viel besser sammeln, als es ihm drinnen möglich gewesen wäre. Quirins Hand begann grantig Kreise zu zeichnen, Spiralen über die Seite zu ziehen – unzufrieden sah er wieder auf.
Er hatte den Laden heute früher abgeschlossen, weil er ohnehin an nichts anderes als Freya denken konnte. Das erschien ihm unsinnig und dumm – es gab so viel zu bedenken und er dachte nur an seinen dämlichen Wunsch den Daumen auf ihr Lächeln zu legen. Ein Lächeln, auf dem stets ein zauberhafter Schimmer zu liegen schien, der womöglich an seiner Fingerkuppe hängen blieb, damit er ihn mitnehmen würde können.
Heute war leider nur ein knatschiger Teenager reingekommen. Er sah solche wie sie nicht gern in seinem Laden, da sie glaubten über alles Bescheid zu wissen, viel redeten, alles anfassten und dann doch nichts kauften. Kaum, dass die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen war, hatte er seinen Rucksack gepackt, die Gitarre über die Schulter geworfen und hatte sich auf den Weg gemacht.
Sein Blick war dabei auf den Aushang gefallen, der jetzt innen an der Tür hing. Freya war dafür sein Antrieb gewesen; sie hatte Recht gehabt.
Quirin kniff die Augen zusammen, weitete seine Sicht in ein Spektrum, das nicht vielen Menschen zur Verfügung stand. Wenn Biel rief, brauchte ihn der Wald und wenn der Wald ihn brauchte, beugte der junge Priester das Knie und die Wahrheit, um dem Ruf zu folgen. Eigentlich sollte er schon froh sein, wenn er jemanden fand, der die Ware auspackte, die Bestelllisten abhakte und die Gören unterhielt, die sich hier mittags nach der Schule immer rumdrückten.
Er war nicht sehr kreativ geworden. AUSHILFE GESUCHT, stand da. MINIJOB. FLEXIBLE ARBEITSZEITEN.
Eine Wolke, die alle Hoffnung begrub, es könnte jemals wieder die Sonne scheinen, schob sich über sein Gesicht. Spätestens, wenn er seine Fragen stellte, die niemand stellen würde, der an den klaren Menschenverstand glaubte, der die Welt nur aus einer Perspektive heraus sah, bei dem der Wald am Horizont endete … spätestens, wenn er seine Fragen stellte, würde sich herausstellen, ob er zu wenig von seinen Vorstellungen angegeben hatte.
Vielleicht sollte er Freya nach ihrer Meinung fragen, was man da am besten schrieb, schließlich hatte sie ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt ...
Nachdem er sie mit dem Satz >Wir sehen uns< am Waldrand zurückgelassen hatte, war er tatsächlich der Einladung zu ihrer Eröffnung gefolgt. Er war neugierig gewesen, was die Junghexe auf die Beine gestellt hatte, und natürlich hatte Quirin auch nicht vergessen, dass sie sich gegenseitig unterstützen wollten und schon ein paar Flyer mitgebracht, die er ihr zögerlich gegeben hatte. In ihrem Café würden andere Hexen ein und aus gehen, nahm er an, und sein hinteres Zimmer im Laden wartete nur auf magische Kundschaft.
Schlimm war gewesen, dass er irgendwie seine Stimme nicht mitgenommen hatte, es war so peinlich gewesen, so dass er die ganze Zeit über nur eisern geschwiegen hatte. Er hatte sie derart grimmig angesehen, als wäre sie nicht nur ungebeten, als sie auf ihn zukam, sondern sein persönlicher Feind. Der Glanz in ihren Augen, der Duft, der sie umgab … es machte Q beinahe verrückt, dass sich sein Atem unwillkürlich beschleunigte, wenn er sie nur ansah. Was musste Freya nur gedacht haben, als er so einsilbig auf ihre Freundlichkeit geantwortet hatte? – walddüsterer Waldschrat. Dabei leuchteten seine Haare so hell wie das Innere eines Eissterns und das Grün seiner Augen erinnerte an das Gräserwogen.
Mehr hatte er eigentlich nicht erwartet, bestimmt nicht den heutigen Abend. Warum Freya sich noch einmal mit ihm treffen wollte, warum er so dringend hatte annehmen wollen? Es musste an der Stadt gelegen haben: nur im Wald fühlte Quirin selbstbewusst und sicher. Nur ein kleiner, ungläubiger Laut von seinen Lippen, den er gleichzeitig mit seinem Atem ausstieß. Er drückte einen der Steine, die er bei sich trug, was ihn sofort beruhigte.
Er hatte Äste zusammengesucht, sich bei jedem Baum längst für die Gabe bedankt, und in einem Kreis aus dicken, runden Steinen geschichtet. Der Platz, dessen Koordinaten er Freya auf einem Zettel eingeworfen hatte, war gut gewählt: geschützt vor weit entfernten Blicken, windstill und gleichzeitig schenkte er den hier Sitzenden einen Panoramablick hinaus. Der Waldpriester sah zu, dass kein Insekt in dem Bereich des Lagerfeuers krabbelte und so womöglich zu Schaden käme.
Er hatte Sitzkissen mitgebracht, so dass sich Freya nicht auf die Erde setzen brauchte, eine Decke, falls sie frieren würde. In Gläsern hatte er essbare Blüten von Bärlauch, Brennessel, Giersch und Vogelmiere gesammelt, Sirup von Fichtensprossen und Knoblauchsrauke für den, in einem feuchten Tuch eingewickelten Teig, des Stockbrots. Wilde Minze für Tee, dessen Wasser er zuvor noch an einer Quelle abgefüllt hatte und das noch erhitzt werden musste … am wichtigsten: Quirin sandte ein Stoßgebet an BIEL ihn doch diesen Abend bitte, bitte unbehelligt zu lassen.
Jetzt hieß es warten. Vor allem jedoch nicht mehr so kribbelig zu sein, als könnte es ihm passieren, dass er in Brennessel griff, auch wenn seine gesamte Haut sich derart anfühlte. Er hieß sich selbst am Stamm sitzen zu bleiben und, da er sein Notizbuch zur Seite gelegt hatte, nahm er die Gitarre zur Hand, um eine leise, beruhigende Melodie zu zupfen.
* Lichterschwebe – die Phase, in der das Tageslicht zu schwinden beginnt
Denn eigentlich war er nicht wirklich bei der Sache – welchen Namen könnte er dem geben? Eine Verabredung? Date, würden es seine Freunde nennen, denen er noch gar nichts von Freya gesagt hatte. Es hätte nur Frotzeleien nach sich gezogen: so was wie Dates hatte Q nicht.
Seine Hand tat einen langen Strich. Fertig war er noch lange nicht, wie er mit einem Blick auf den mickrigen Text erkennen musste, doch der Rahmen stand. Außerdem ließ seine Schrift zu wünschen übrig, sie sackte zum Ende hin immer mehr ab. Allerdings konnte er unter den Ästen eines Baums seine Gedanken viel besser sammeln, als es ihm drinnen möglich gewesen wäre. Quirins Hand begann grantig Kreise zu zeichnen, Spiralen über die Seite zu ziehen – unzufrieden sah er wieder auf.
Er hatte den Laden heute früher abgeschlossen, weil er ohnehin an nichts anderes als Freya denken konnte. Das erschien ihm unsinnig und dumm – es gab so viel zu bedenken und er dachte nur an seinen dämlichen Wunsch den Daumen auf ihr Lächeln zu legen. Ein Lächeln, auf dem stets ein zauberhafter Schimmer zu liegen schien, der womöglich an seiner Fingerkuppe hängen blieb, damit er ihn mitnehmen würde können.
Heute war leider nur ein knatschiger Teenager reingekommen. Er sah solche wie sie nicht gern in seinem Laden, da sie glaubten über alles Bescheid zu wissen, viel redeten, alles anfassten und dann doch nichts kauften. Kaum, dass die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen war, hatte er seinen Rucksack gepackt, die Gitarre über die Schulter geworfen und hatte sich auf den Weg gemacht.
Sein Blick war dabei auf den Aushang gefallen, der jetzt innen an der Tür hing. Freya war dafür sein Antrieb gewesen; sie hatte Recht gehabt.
Quirin kniff die Augen zusammen, weitete seine Sicht in ein Spektrum, das nicht vielen Menschen zur Verfügung stand. Wenn Biel rief, brauchte ihn der Wald und wenn der Wald ihn brauchte, beugte der junge Priester das Knie und die Wahrheit, um dem Ruf zu folgen. Eigentlich sollte er schon froh sein, wenn er jemanden fand, der die Ware auspackte, die Bestelllisten abhakte und die Gören unterhielt, die sich hier mittags nach der Schule immer rumdrückten.
Er war nicht sehr kreativ geworden. AUSHILFE GESUCHT, stand da. MINIJOB. FLEXIBLE ARBEITSZEITEN.
Eine Wolke, die alle Hoffnung begrub, es könnte jemals wieder die Sonne scheinen, schob sich über sein Gesicht. Spätestens, wenn er seine Fragen stellte, die niemand stellen würde, der an den klaren Menschenverstand glaubte, der die Welt nur aus einer Perspektive heraus sah, bei dem der Wald am Horizont endete … spätestens, wenn er seine Fragen stellte, würde sich herausstellen, ob er zu wenig von seinen Vorstellungen angegeben hatte.
Vielleicht sollte er Freya nach ihrer Meinung fragen, was man da am besten schrieb, schließlich hatte sie ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt ...
Nachdem er sie mit dem Satz >Wir sehen uns< am Waldrand zurückgelassen hatte, war er tatsächlich der Einladung zu ihrer Eröffnung gefolgt. Er war neugierig gewesen, was die Junghexe auf die Beine gestellt hatte, und natürlich hatte Quirin auch nicht vergessen, dass sie sich gegenseitig unterstützen wollten und schon ein paar Flyer mitgebracht, die er ihr zögerlich gegeben hatte. In ihrem Café würden andere Hexen ein und aus gehen, nahm er an, und sein hinteres Zimmer im Laden wartete nur auf magische Kundschaft.
Schlimm war gewesen, dass er irgendwie seine Stimme nicht mitgenommen hatte, es war so peinlich gewesen, so dass er die ganze Zeit über nur eisern geschwiegen hatte. Er hatte sie derart grimmig angesehen, als wäre sie nicht nur ungebeten, als sie auf ihn zukam, sondern sein persönlicher Feind. Der Glanz in ihren Augen, der Duft, der sie umgab … es machte Q beinahe verrückt, dass sich sein Atem unwillkürlich beschleunigte, wenn er sie nur ansah. Was musste Freya nur gedacht haben, als er so einsilbig auf ihre Freundlichkeit geantwortet hatte? – walddüsterer Waldschrat. Dabei leuchteten seine Haare so hell wie das Innere eines Eissterns und das Grün seiner Augen erinnerte an das Gräserwogen.
Mehr hatte er eigentlich nicht erwartet, bestimmt nicht den heutigen Abend. Warum Freya sich noch einmal mit ihm treffen wollte, warum er so dringend hatte annehmen wollen? Es musste an der Stadt gelegen haben: nur im Wald fühlte Quirin selbstbewusst und sicher. Nur ein kleiner, ungläubiger Laut von seinen Lippen, den er gleichzeitig mit seinem Atem ausstieß. Er drückte einen der Steine, die er bei sich trug, was ihn sofort beruhigte.
Er hatte Äste zusammengesucht, sich bei jedem Baum längst für die Gabe bedankt, und in einem Kreis aus dicken, runden Steinen geschichtet. Der Platz, dessen Koordinaten er Freya auf einem Zettel eingeworfen hatte, war gut gewählt: geschützt vor weit entfernten Blicken, windstill und gleichzeitig schenkte er den hier Sitzenden einen Panoramablick hinaus. Der Waldpriester sah zu, dass kein Insekt in dem Bereich des Lagerfeuers krabbelte und so womöglich zu Schaden käme.
Er hatte Sitzkissen mitgebracht, so dass sich Freya nicht auf die Erde setzen brauchte, eine Decke, falls sie frieren würde. In Gläsern hatte er essbare Blüten von Bärlauch, Brennessel, Giersch und Vogelmiere gesammelt, Sirup von Fichtensprossen und Knoblauchsrauke für den, in einem feuchten Tuch eingewickelten Teig, des Stockbrots. Wilde Minze für Tee, dessen Wasser er zuvor noch an einer Quelle abgefüllt hatte und das noch erhitzt werden musste … am wichtigsten: Quirin sandte ein Stoßgebet an BIEL ihn doch diesen Abend bitte, bitte unbehelligt zu lassen.
Jetzt hieß es warten. Vor allem jedoch nicht mehr so kribbelig zu sein, als könnte es ihm passieren, dass er in Brennessel griff, auch wenn seine gesamte Haut sich derart anfühlte. Er hieß sich selbst am Stamm sitzen zu bleiben und, da er sein Notizbuch zur Seite gelegt hatte, nahm er die Gitarre zur Hand, um eine leise, beruhigende Melodie zu zupfen.
* Lichterschwebe – die Phase, in der das Tageslicht zu schwinden beginnt
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