Vor 2 Stunden - Wörter:
Nicht jeder Korb ist eine Ablehnung - wobei die Übergänge fließend sein können
Notker möchte einen Wassermann von Hagens Plänen überzeugen und ahnt nicht, in welche Strömung er gerade gerät.
Spielende Charaktere:
Vereinbarung:
- Antwortfrist: 1 Monat
- Wenn länger abwesend:interne Absprache
- Wenn jemand ausfällt: Szene beenden
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NOTKER LOTFRIED
Der Handelshof roch nach Weide.
Nicht ausschließlich. Irgendwo hing auch der Geruch von Holz, Staub und den unvermeidlichen Jahrzehnten, die sich in jedes Handwerksgeschäft einschrieben. Aber die Weide war das Erste, was Notker bemerkte, als er die Tür hinter sich schloss. Ein Geruch, den er sehr mochte - es erinnerte ihn an den Wald.
Er blieb einen Moment stehen. Nur einen Moment – lange genug, um den Blick schweifen zu lassen.
Körbe. Sehr viele Körbe.
Große Körbe. Kleine Körbe. Runde Körbe. Eckige Körbe. Körbe mit Deckel, ohne Deckel, mit Griffen, ohne Griffe. Manche wirkten robust genug, um Kartoffeln zu transportieren, andere sahen aus, als würden sie sich beleidigt zusammenfalten, wenn man etwas Schwereres als einen Brief hineinlegte. Notker hatte bislang nie darüber nachgedacht, wie viele verschiedene Arten von Körben es gab. Jetzt dachte er sehr intensiv darüber nach.
Vielleicht auch, weil die Alternative gewesen wäre, über den eigentlichen Grund seines Besuchs nachzudenken.
Jordan Bach.
Ein weiterer Name auf Hagens Liste.
Ein weiterer Nachbar, ein weiterer Versuch.
Inzwischen hatte Notker gelernt, dass sich hinter den Namen fast alles verbergen konnte: Waldschrate, Irrlichter, Bergmännlein, Nymphen, Menschen, die keine Menschen waren, Wesen die ihn bespuckten, beschimpften, ihm psychedelische Pilze anboten und Wesen, die ihn ansahen, als hätte er persönlich beschlossen, die Natur zu privatisieren.
Ein Korbflechter erschien ihm im Vergleich dazu beinahe beruhigend. Was vermutlich bedeutete, dass irgendetwas schrecklich schiefgehen würde. Das Universum hatte diesbezüglich einen gewissen Humor entwickelt.
Er zog den zusammengefalteten Zettel aus seiner Jackentasche hervor und warf einen kurzen Blick darauf.
Jordan Bach.
Wassermann.
Notker runzelte die Stirn. Ehrlich gesagt wusste er nicht genau, was das bedeutete. Er stellte sich darunter etwas zwischen Flussgeist, Wasseralb und sehr engagiertem Schwimmer vor. Vielleicht war das völlig falsch. Die Wahrscheinlichkeit dafür lag erfahrungsgemäß bei ungefähr achtzig Prozent.
Sein Blick blieb an einem besonders kunstvoll geflochtenen Korb hängen. Die Flechtarbeit erinnerte ihn an Wurzelwerk. Oder an die Gespräche der letzten Tage. Alles hing irgendwie zusammen, kreuzte sich, lief auseinander und fand an Stellen wieder zueinander, die man vorher nicht gesehen hatte.
Mit einem leisen Ausatmen schob er den Zettel zurück in die Tasche und trat weiter in den Laden.
„Hallo?“
Seine Stimme war höflich, aber nicht laut. Fast so, als wolle er vermeiden, versehentlich einen Korb zu erschrecken.
„Herr Bach?“
Nicht ausschließlich. Irgendwo hing auch der Geruch von Holz, Staub und den unvermeidlichen Jahrzehnten, die sich in jedes Handwerksgeschäft einschrieben. Aber die Weide war das Erste, was Notker bemerkte, als er die Tür hinter sich schloss. Ein Geruch, den er sehr mochte - es erinnerte ihn an den Wald.
Er blieb einen Moment stehen. Nur einen Moment – lange genug, um den Blick schweifen zu lassen.
Körbe. Sehr viele Körbe.
Große Körbe. Kleine Körbe. Runde Körbe. Eckige Körbe. Körbe mit Deckel, ohne Deckel, mit Griffen, ohne Griffe. Manche wirkten robust genug, um Kartoffeln zu transportieren, andere sahen aus, als würden sie sich beleidigt zusammenfalten, wenn man etwas Schwereres als einen Brief hineinlegte. Notker hatte bislang nie darüber nachgedacht, wie viele verschiedene Arten von Körben es gab. Jetzt dachte er sehr intensiv darüber nach.
Vielleicht auch, weil die Alternative gewesen wäre, über den eigentlichen Grund seines Besuchs nachzudenken.
Jordan Bach.
Ein weiterer Name auf Hagens Liste.
Ein weiterer Nachbar, ein weiterer Versuch.
Inzwischen hatte Notker gelernt, dass sich hinter den Namen fast alles verbergen konnte: Waldschrate, Irrlichter, Bergmännlein, Nymphen, Menschen, die keine Menschen waren, Wesen die ihn bespuckten, beschimpften, ihm psychedelische Pilze anboten und Wesen, die ihn ansahen, als hätte er persönlich beschlossen, die Natur zu privatisieren.
Ein Korbflechter erschien ihm im Vergleich dazu beinahe beruhigend. Was vermutlich bedeutete, dass irgendetwas schrecklich schiefgehen würde. Das Universum hatte diesbezüglich einen gewissen Humor entwickelt.
Er zog den zusammengefalteten Zettel aus seiner Jackentasche hervor und warf einen kurzen Blick darauf.
Jordan Bach.
Wassermann.
Notker runzelte die Stirn. Ehrlich gesagt wusste er nicht genau, was das bedeutete. Er stellte sich darunter etwas zwischen Flussgeist, Wasseralb und sehr engagiertem Schwimmer vor. Vielleicht war das völlig falsch. Die Wahrscheinlichkeit dafür lag erfahrungsgemäß bei ungefähr achtzig Prozent.
Sein Blick blieb an einem besonders kunstvoll geflochtenen Korb hängen. Die Flechtarbeit erinnerte ihn an Wurzelwerk. Oder an die Gespräche der letzten Tage. Alles hing irgendwie zusammen, kreuzte sich, lief auseinander und fand an Stellen wieder zueinander, die man vorher nicht gesehen hatte.
Mit einem leisen Ausatmen schob er den Zettel zurück in die Tasche und trat weiter in den Laden.
„Hallo?“
Seine Stimme war höflich, aber nicht laut. Fast so, als wolle er vermeiden, versehentlich einen Korb zu erschrecken.
„Herr Bach?“