Anschlussmöglichkeiten - Regeln
Hier kannst du sowohl durch grobe Ideen als auch durch fertige „unhoused“ Charaktere stöbern. Als Starthilfe kannst du dich auch zu uns ins "Patchwork" gesellen. Auch Gäste können hier ihre Ideen/Gesuche vorstellen, um vorzufühlen, ob sie Anschluss dafür finden würden. Schau auch mal in den Gruppenplays vorbei, Anschluss ist gern gesehen.
Themenübersicht (Neueste zuerst)
Geschrieben von HeldenWelten - 02.09.2026, 18:49
Harton schaute auf den Napf voll, ja was eigentlich, herunter, nahm den Löffel und rührte vorsichtig herum. Nicht weiter definierbare Dinge stiegen an die Oberfläche, verharrten dort eine Weile, bis sie wieder versanken. Er beschloss, vom Kanten etwas abzureißen und diesen dann in das Undefinierbare zu tunken. Es blieb einiges von der "Suppe" am Stück Brot haften, den er zum Mund führte. Kurz vor dem Bissen hielt er inne, schielte nochmal auf diese Kreation, zuckte mit den Axeln und schob es sich in den Mund.
Es schmeckte annehmbarer als es aussah. Mit überrascht hochgezogenen Augenbrauen nickte er der Wirtin zu, die ihn immer noch fixierte, wie er fand.
Da ihm der volle Mund am Sprechen hinderte, hob er beschwichtigend die Hand, wackelte mit dem Kopf hin und her und nickte schließlich nochmal bekräftigend.
Es schmeckte annehmbarer als es aussah. Mit überrascht hochgezogenen Augenbrauen nickte er der Wirtin zu, die ihn immer noch fixierte, wie er fand.
Da ihm der volle Mund am Sprechen hinderte, hob er beschwichtigend die Hand, wackelte mit dem Kopf hin und her und nickte schließlich nochmal bekräftigend.
Geschrieben von Jesse - 01.09.2026, 23:16
Im Leben ist eben nichts umsonst. Jedenfalls nicht mehr seit sich gewisse Herrscher dachten, die Steuern erhöhen zu müssen. Das führte dazu, dass man nun sogar fürs Scheißen bezahlen musste, damit auch Latrinen-Betreiber ein versteuerbares Einkommen hatten. Gleiches Recht für alle…
Jammern brachte sie jedoch nicht weiter, drum war Malochen angesagt, sowohl für die werte Wirtin als auch für den Koch, der sich in der Küche den Buckel krumm schuftete. Und vor allem die Finger, die völlig vernarbt waren vom vielen Abrutschen des Messers beim Gemüseschneiden. Hoffentlich fanden sich keine Fingerkuppen im Eintopf… Von wegen Ofengans und Klöße! Das hier war kein Sternerestaurant, sondern die billigste Absteige im gesamten Königreich!
Das dürfte der Neuzugang mittlerweile ebenfalls erkannt haben, nachdem er sich im stillen Kämmerlein zu Genüge 'frisch gemacht' hatte und nun wieder an seinem Tisch saß, wo er schmatzend auf den versprochenen Gaumenschmaus wartete. Weil man den Herren nicht unnötig warten lassen wollte, servierte ihm die falsche Wirtin mit vollendetem Hüftschwung auch schon die angepriesenen Speisen.
„Et voilà!“, prahlte die Kunstfigur mit ihrem schlechten Französisch, indem sie die Silben falsch betonte, während sie die Schüssel voll Plörre mitsamt Kanten Brot vor dem Jungspund abstellte. Dazu das frisch gezapfte Bier, das beim Abstellen schier über den Becherrand schwappte. „Wohl bekommt’s, Liebchen“, wünschte Jaime ihm noch einen guten Appetit, wobei er wenig damenhaft auf dem Zahnstocher zwischen seinen Lippen herumkaute. „Ist das Brot so dick genug?“, konnte er’s sich obendrein nicht verkneifen, den Gast mit seinem pingeligen Wunsch nach einer dicken Scheibe Brot aufzuziehen.
Jammern brachte sie jedoch nicht weiter, drum war Malochen angesagt, sowohl für die werte Wirtin als auch für den Koch, der sich in der Küche den Buckel krumm schuftete. Und vor allem die Finger, die völlig vernarbt waren vom vielen Abrutschen des Messers beim Gemüseschneiden. Hoffentlich fanden sich keine Fingerkuppen im Eintopf… Von wegen Ofengans und Klöße! Das hier war kein Sternerestaurant, sondern die billigste Absteige im gesamten Königreich!
Das dürfte der Neuzugang mittlerweile ebenfalls erkannt haben, nachdem er sich im stillen Kämmerlein zu Genüge 'frisch gemacht' hatte und nun wieder an seinem Tisch saß, wo er schmatzend auf den versprochenen Gaumenschmaus wartete. Weil man den Herren nicht unnötig warten lassen wollte, servierte ihm die falsche Wirtin mit vollendetem Hüftschwung auch schon die angepriesenen Speisen.
„Et voilà!“, prahlte die Kunstfigur mit ihrem schlechten Französisch, indem sie die Silben falsch betonte, während sie die Schüssel voll Plörre mitsamt Kanten Brot vor dem Jungspund abstellte. Dazu das frisch gezapfte Bier, das beim Abstellen schier über den Becherrand schwappte. „Wohl bekommt’s, Liebchen“, wünschte Jaime ihm noch einen guten Appetit, wobei er wenig damenhaft auf dem Zahnstocher zwischen seinen Lippen herumkaute. „Ist das Brot so dick genug?“, konnte er’s sich obendrein nicht verkneifen, den Gast mit seinem pingeligen Wunsch nach einer dicken Scheibe Brot aufzuziehen.
Geschrieben von HeldenWelten - 01.09.2026, 21:58
Was ist nur mit dieser Welt los? Sogar Scheißen will bezahlt werden! denkt Harton, verkneift sich aber einen Kommentar, nickt der Wirtin zu und verschwindet für eine Weile auf dem Abort.
Lange hält er es aber auf dem Pott nicht aus. Nachdem er seine Notdurft verrichtet hat, wäscht er ausgiebig seine Hände. Dabei betrachtet er mit Abscheu die merkwürdige Brühe, die sie hier Wasser nennen. Hoffentlich wird damit nicht auch das Bier gebraut. Vorsichtet riecht er an seinen Händen und bereut es auch sofort. Wenigstens der grobe Dreck ist runter.
Zurück im Schankraum blickt er sich wieder um. Keine neuen Gäste. Gut, gut.
Hammel, warum muss es immer Hammel sein? Er denkt an die letzten Mahlzeiten zurück. Irgendwie war immer Hammel dabei. Eine gebratene Gans, langsam im Ofen vor sich hin schmorrend, Klöße in heißem Sud vor sich hin köchelnd und der Duft frischen Rotkrauts. Bei diesen Gedanken läuft ihm das Wasser im Mund zusammen und er bemerkt selbst, wie er leise vor sich hinschmatzt.
Lange hält er es aber auf dem Pott nicht aus. Nachdem er seine Notdurft verrichtet hat, wäscht er ausgiebig seine Hände. Dabei betrachtet er mit Abscheu die merkwürdige Brühe, die sie hier Wasser nennen. Hoffentlich wird damit nicht auch das Bier gebraut. Vorsichtet riecht er an seinen Händen und bereut es auch sofort. Wenigstens der grobe Dreck ist runter.
Zurück im Schankraum blickt er sich wieder um. Keine neuen Gäste. Gut, gut.
Hammel, warum muss es immer Hammel sein? Er denkt an die letzten Mahlzeiten zurück. Irgendwie war immer Hammel dabei. Eine gebratene Gans, langsam im Ofen vor sich hin schmorrend, Klöße in heißem Sud vor sich hin köchelnd und der Duft frischen Rotkrauts. Bei diesen Gedanken läuft ihm das Wasser im Mund zusammen und er bemerkt selbst, wie er leise vor sich hinschmatzt.
Geschrieben von Jesse - 01.09.2026, 13:59
Der Paradiesvogel hatte schon so manch einen Gast aus dessen Tagträumen geholt, weshalb Jaime dem Neuling nicht böse war für dessen kurzweilige Unachtsamkeit. Jeder sollte in Erinnerungen schwelgen dürfen. Solange man ihn, die Hauptfigur in dieser Posse(!), nicht allzu sehr ausblendete. Immerhin war er hier für das leibliche Wohl der Gäste zuständig, selbst wenn man es ihm nicht sofort ansah, passte er doch viel besser in ein Varieté im Vergnügungsviertel hinein als in diesen schäbigen Schuppen. Es konnte eben nicht jedes Gasthaus so schillernd sein wie Jaime. Aber was tat man(n) nicht alles fürs liebe Geld? Bisweilen gab man sich als Wirtin aus, um über die Runden zu kommen. Die Inflation traf nun mal jeden. Selbst er als hauptberuflicher Pirat Matrose war davor nicht gefeit…
Schneller als man kucken konnte flitzte die Schreibfeder in seiner Hand über den Notizblock, kritzelte in schwungvollen Lettern die Bestellung auf billiges Papier. Sogar die gewünschte Dicke der Brotscheibe wurde mit äußerster Präzision dokumentiert und skizziert. „Es gibt Pottage mit Hammelfleisch“, konkretisierte der Matrose im Wirtinnen-Kostüm das Gericht, welches in Form eines Eintopfs über dem Feuer köchelte. Nachdem er einen Punkt hinter die Bestellung von Tisch Sieben gesetzt hatte, sah er von seinem Block auf und zwinkerte dem Schmutzfink zu: „Aber gewiss doch. Ein Eimer Wasser mit einem Stück Kernseife befindet sich dort drüben“ - deutete das kecke Kinn der 'Wirtin' gen der unscheinbaren Tür, die zum Abort führte. „Das kostet allerdings extra!“, Immerhin hatte hier niemand etwas zu verschenken. Nicht einmal ein Wirtshaus, das sein 'Trinkwasser' von den hiesigen Sümpfen bezog.
Schneller als man kucken konnte flitzte die Schreibfeder in seiner Hand über den Notizblock, kritzelte in schwungvollen Lettern die Bestellung auf billiges Papier. Sogar die gewünschte Dicke der Brotscheibe wurde mit äußerster Präzision dokumentiert und skizziert. „Es gibt Pottage mit Hammelfleisch“, konkretisierte der Matrose im Wirtinnen-Kostüm das Gericht, welches in Form eines Eintopfs über dem Feuer köchelte. Nachdem er einen Punkt hinter die Bestellung von Tisch Sieben gesetzt hatte, sah er von seinem Block auf und zwinkerte dem Schmutzfink zu: „Aber gewiss doch. Ein Eimer Wasser mit einem Stück Kernseife befindet sich dort drüben“ - deutete das kecke Kinn der 'Wirtin' gen der unscheinbaren Tür, die zum Abort führte. „Das kostet allerdings extra!“, Immerhin hatte hier niemand etwas zu verschenken. Nicht einmal ein Wirtshaus, das sein 'Trinkwasser' von den hiesigen Sümpfen bezog.
Geschrieben von HeldenWelten - 01.09.2026, 11:45
Harton, dem seine Gedanken ihn in den wenigen Sekunden seines Anlehnens in die vergangenen Tage zurückschickte, erschrak sichtlich und zuckte kurz zusammen. Dann besann er sich, rieb sich über seine müden Augen und betrachte die Wirtin einen Augenblick, bevor er antwortete.
"Oh, verzeiht, ich muss wohl einen Moment abwesend gewesen sein. Nun ja, ein Bier für den Anfang wäre prächtig. Hängt vielleicht auch ein Topf mit einem köstlichen Eintopf über eurem Feuer? Dann würde ich hiervon kosten wollen. Und ein Kanten Brot, ja, so eine schöne dicke Scheibe." Dabei deutet er mit Daumen und Zeigefinger eine etwa doppelte Scheibenstärke an als üblich. Er betrachtet dabei seine Finger, zieht die Augenbrauen hoch und ergänzt "Und ob ich wohl irgendwo mich kurz erfrischen und den Schmutz der Straße von den Fingern waschen könnte?" Lächend mit bittenden Blick erwartete er die Antwort der doch recht imposant zurechtgemachten Wirtin, deren Aufmachung nicht wirklich zu diesem einfachen Schankraum passen wollte.
"Oh, verzeiht, ich muss wohl einen Moment abwesend gewesen sein. Nun ja, ein Bier für den Anfang wäre prächtig. Hängt vielleicht auch ein Topf mit einem köstlichen Eintopf über eurem Feuer? Dann würde ich hiervon kosten wollen. Und ein Kanten Brot, ja, so eine schöne dicke Scheibe." Dabei deutet er mit Daumen und Zeigefinger eine etwa doppelte Scheibenstärke an als üblich. Er betrachtet dabei seine Finger, zieht die Augenbrauen hoch und ergänzt "Und ob ich wohl irgendwo mich kurz erfrischen und den Schmutz der Straße von den Fingern waschen könnte?" Lächend mit bittenden Blick erwartete er die Antwort der doch recht imposant zurechtgemachten Wirtin, deren Aufmachung nicht wirklich zu diesem einfachen Schankraum passen wollte.
Geschrieben von Jesse - 30.08.2026, 22:28
An diesem Abend ließ sich die Wirtin von jemanden vertreten, der ihr zum Verwechseln ähnlich sah, jedoch um einiges flachbrüstiger war als die üppige Wirtin. Ein Wolf im Schafspelz? Nein, ein Travestiekünstler, der seine Leidenschaft fürs Kellnern entdeckt hatte. Wo es ihm an weiblichen Rundungen fehlte, wies er umso mehr Einfallsreichtum bei seinem Styling auf.
Schillernde Pfauenfedern steckten in der breiten Krempe seines Hutes, voluminös getuschte Wimpern rahmten seinen funkelnden Blick ein, kunstvoll geflochtene Zöpfe schmückten seine goldblonde Perücke und der tiefe Ausschnitt seines Rüschenhemdes offenbarte wie in Stein gemeißelte Brustmuskeln. Sich derart zu verkleiden war seine Art sich in Szene zu setzen. Er liebte das Rampenlicht und die verstörten Blicke seines unfreiwilligen Publikums, die mal abfällig, mal wohlwollend waren.
Verspielt grinsend schlenderte er zu jenem Tisch hinüber, an welchen sich unlängst der neue Gast gesetzt hatte, um ihn und seine Wünsche zu bedienen.
„Was darf’s sein, Schätzchen?“, erkundigte er sich zuckersüß gurrend nach den kulinarischen Bedürfnissen des Neuzugangs, der den Eindruck machte, einen Marathon gelaufen zu sein und nun entspannen zu müssen. Mit gezücktem Notizblock signalisierte die falsche Wirtin ihm, ein offenes Ohr für dessen Sorgen Bestellung zu haben.
Schillernde Pfauenfedern steckten in der breiten Krempe seines Hutes, voluminös getuschte Wimpern rahmten seinen funkelnden Blick ein, kunstvoll geflochtene Zöpfe schmückten seine goldblonde Perücke und der tiefe Ausschnitt seines Rüschenhemdes offenbarte wie in Stein gemeißelte Brustmuskeln. Sich derart zu verkleiden war seine Art sich in Szene zu setzen. Er liebte das Rampenlicht und die verstörten Blicke seines unfreiwilligen Publikums, die mal abfällig, mal wohlwollend waren.
Verspielt grinsend schlenderte er zu jenem Tisch hinüber, an welchen sich unlängst der neue Gast gesetzt hatte, um ihn und seine Wünsche zu bedienen.
„Was darf’s sein, Schätzchen?“, erkundigte er sich zuckersüß gurrend nach den kulinarischen Bedürfnissen des Neuzugangs, der den Eindruck machte, einen Marathon gelaufen zu sein und nun entspannen zu müssen. Mit gezücktem Notizblock signalisierte die falsche Wirtin ihm, ein offenes Ohr für dessen Sorgen Bestellung zu haben.
Geschrieben von HeldenWelten - 30.08.2026, 18:30
Hartons Blick schweifte kurz nach links und dann rechts. Keine bekannten Gesichter, niemand im Gewand des Hauses Ferrysteins. Der Platz war recht leer. Nur Wenige trotzten dem seit Tagen anhaltende Regen. Sollte er nach nunmehr über drei Wochen Flucht seinen Häschern entkommen sein? Das wäre ein beruhigender Gedanke, den er aber lieber der Vorsicht wegen schnell wieder abschüttelte.
"Nun gut, Tritt ein, Junge", sagte er zu sich selbst und öffnete die Tür zum Café "Patchwork". Schnell ließ er auch hier seinen Blick über die Anwesenden schweifen. Ebenfalls keine Blauröcke. So nannte der Volksmund die Gardisten seines Vaters. Hinter der Theke schien es in einen Gang zu geben, sicherlich auch zu einer Hintertür. Hintertüren waren gut, waren sie doch der Freund, den man brauchte, wenn durch den Haupteingang unangenehme Gefährten traten.
Harton nahm an einem Tisch gegenüber der Eingangstür Platz. Diese im Blick, doch durch vorgelagerte Tische nicht im direkten Sichtfeld und nahe genug an der Theke, um im Zweifelsfalle durch die angenommene Hintertür zu entkommen.
Die Plätze in den hintersten Winkeln der Kneipen waren entgegen den Gewohnheiten derer, die nicht gesehen werden wollten, eine schlechte Wahl. Denn diese Plätze wurden seiner Erfahrung nach immer zuerst ins Visier genommen.
Er winkte der Wirtin zu und hoffte auf einen guten Kanten frischen Brotes, einer heißen Suppe sowie auf ein gut gezapftes Bier.
Er drehte seine Schultern, bis sie sich ein wenig entspannten- Dann lehnte er sich zurück, den Kopf an das alte Holz der rückwärtigen Wand abstützend und genehmigte sich einen Moment der Ruhe. Durchatmen.
"Nun gut, Tritt ein, Junge", sagte er zu sich selbst und öffnete die Tür zum Café "Patchwork". Schnell ließ er auch hier seinen Blick über die Anwesenden schweifen. Ebenfalls keine Blauröcke. So nannte der Volksmund die Gardisten seines Vaters. Hinter der Theke schien es in einen Gang zu geben, sicherlich auch zu einer Hintertür. Hintertüren waren gut, waren sie doch der Freund, den man brauchte, wenn durch den Haupteingang unangenehme Gefährten traten.
Harton nahm an einem Tisch gegenüber der Eingangstür Platz. Diese im Blick, doch durch vorgelagerte Tische nicht im direkten Sichtfeld und nahe genug an der Theke, um im Zweifelsfalle durch die angenommene Hintertür zu entkommen.
Die Plätze in den hintersten Winkeln der Kneipen waren entgegen den Gewohnheiten derer, die nicht gesehen werden wollten, eine schlechte Wahl. Denn diese Plätze wurden seiner Erfahrung nach immer zuerst ins Visier genommen.
Er winkte der Wirtin zu und hoffte auf einen guten Kanten frischen Brotes, einer heißen Suppe sowie auf ein gut gezapftes Bier.
Er drehte seine Schultern, bis sie sich ein wenig entspannten- Dann lehnte er sich zurück, den Kopf an das alte Holz der rückwärtigen Wand abstützend und genehmigte sich einen Moment der Ruhe. Durchatmen.
Geschrieben von Nononever - 29.07.2026, 00:39
Callie
Kaum stand sie fünf Minuten davor, da war Callie auch schon eingetreten. Warum genau sie erst davor gestanden hatte, das wusste selbst sie nicht. Aber ... man erzählte sich Dinge. Vermutlich endlich mal ein Ort, an dem sie in Ruhe einen Tee genießen konnte ohne ständig nachzudenken. Callie dachte fast jede Minute über etwas nach. Oder... über jemand.
Das Kristallmädchen trat durch die Tür des Cafes und blickte kurz um sich. Ein bisschen Kristallstaub rieselte auf den Boden, der sich allerdings Minuten später auflöste. Gut besucht war dieser Ort auf jeden Fall. Halb grinsend ließ sie sich aber nun auf einen freien Platz nieder. Aber nicht um vorher noch beim Wirt einen Kristalltee zu bestellen. Eine Spezialität ihrer Heimat. Schmeckt nach flüssigen Mineralien - ist es im Grunde auch. Der Tee kam dann aber auch recht zügig woraufhin Callie sich bedankte. Auf ihre Art. "Bitte.", kam es dann grinsend als der Wirt einen kleinen Kristallsplitter in den Händen hielt und stirnrunzelnd wieder an den Tresen verschwand.
Kaum stand sie fünf Minuten davor, da war Callie auch schon eingetreten. Warum genau sie erst davor gestanden hatte, das wusste selbst sie nicht. Aber ... man erzählte sich Dinge. Vermutlich endlich mal ein Ort, an dem sie in Ruhe einen Tee genießen konnte ohne ständig nachzudenken. Callie dachte fast jede Minute über etwas nach. Oder... über jemand.
Das Kristallmädchen trat durch die Tür des Cafes und blickte kurz um sich. Ein bisschen Kristallstaub rieselte auf den Boden, der sich allerdings Minuten später auflöste. Gut besucht war dieser Ort auf jeden Fall. Halb grinsend ließ sie sich aber nun auf einen freien Platz nieder. Aber nicht um vorher noch beim Wirt einen Kristalltee zu bestellen. Eine Spezialität ihrer Heimat. Schmeckt nach flüssigen Mineralien - ist es im Grunde auch. Der Tee kam dann aber auch recht zügig woraufhin Callie sich bedankte. Auf ihre Art. "Bitte.", kam es dann grinsend als der Wirt einen kleinen Kristallsplitter in den Händen hielt und stirnrunzelnd wieder an den Tresen verschwand.
Geschrieben von Kriemhild - 06.04.2026, 18:02
Geräuschlos öffnete sie die Tür, und noch bevor Sophia selbst einen Schritt über die Schwelle setzte, schob Luna bereits ihre Nase durch den schmalen Spalt, als hätte sie längst entschieden, dass dies genau der Ort war, an den sie gehörten. Das „Patchwork“ hatte Sophia schon so lange besuchen wollen, ein leiser Gedanke, der sie immer wieder begleitet und doch nie stark genug gewesen war, sie wirklich hierher führen. Heute jedoch war es nicht ihr eigener Entschluss gewesen, sondern vielmehr Luna, die sie sanft, beinahe beharrlich in dieses Café zog, als spüre die Hündin etwas, das Sophia selbst kaum greifen konnte, ein Bedürfnis nach einem Moment, der nicht von Pflicht, Struktur und innerem Druck bestimmt war.
Das Café war gut besucht, erfüllt von Stimmen, die ineinander flossen, ohne sich wirklich zu berühren. Jeder schien in seiner eigenen kleinen Welt zu bleiben, und genau diese Vielzahl an Menschen ließ in Sophia normalerweise ein leises Unbehagen aufsteigen, ein Gefühl, das sich eng um ihre Brust legte. Doch Luna war an ihrer Seite, ruhig, präsent und ein stiller Anker. Mit ihr fühlte sich die Welt weniger überwältigend an, weniger laut. Die Hündin half ihr, ihre Angst zu regulieren, ließ sie nicht mehr dieses vertraute Gefühl von Verlorenheit spüren, das sich draußen so oft einschlich. Und doch gab es diesen anderen Teil ihres Lebens, den sie nicht mit Luna teilen konnte. Im Krankenhaus war kein Platz für sie, nicht wegen fehlender Nähe, sondern wegen Regeln, wegen Allergien, Hygiene und all den Dingen, die zwischen Mensch und Bedürfnis standen. Sophia hatte gelernt, damit zu leben, hatte sich Stück für Stück angepasst, auch wenn es sie anfangs mehr Kraft gekostet hatte, als sie sich eingestehen wollte.
Ihr Blick wanderte durch den Raum, glitt über Gesichter, über flüchtige Momente, bis er an einer Person hängen blieb. Etwas an ihm fühlte sich vertraut an, nicht greifbar, aber spürbar tief in ihr. Dieses gepflegte, doch nicht gekünstelte Erscheinungsbild, das natürliche Haar mit einer Spur von Wildheit, der dichte, dunkle Bart, der seinem Gesicht eine ruhige Präsenz verlieh. Ihr Herz reagierte schneller, als ihr Verstand folgen konnte. Könnte er es wirklich sein.
Unsicher blieb sie stehen, bis Luna sie sanft anstupste, als wollte sie sie daran erinnern, dass Zögern nichts veränderte. Also setzte Sophia sich in Bewegung, Schritt für Schritt, begleitet vom warmen Duft von Kaffee und der süßen Schwere von frischem Kuchen. Luna ging ruhig neben ihr, aufmerksam, als hätte sie den Mann längst erkannt. Damals war sie noch ein Welpe gewesen, als er zuletzt Teil von Sophias Welt gewesen war, damals bei ihrem Vater.
Die hölzerne Eckbank kam näher, die weichen Kissen darauf, die vertraute Ruhe, mit der er dort saß, leicht zurückgelehnt, die Augen geschlossen, als würde er sich dem Moment entziehen. Und doch lag in seiner Haltung etwas Wachsames, als würde er die Welt auch ohne Blick wahrnehmen. Als sich seine Augen öffneten und sich scheinbar direkt auf sie richteten, hielt Sophia unbewusst den Atem an. Es war dieses Gefühl, gesehen zu werden, wirklich gesehen, das sie immer mit ihm verbunden hatte.
Leise, fast vorsichtig, durchbrach ihre Stimme die Stille zwischen ihnen.
„Eirik … Eirik Draven, bist du es wirklich?“
Das Café war gut besucht, erfüllt von Stimmen, die ineinander flossen, ohne sich wirklich zu berühren. Jeder schien in seiner eigenen kleinen Welt zu bleiben, und genau diese Vielzahl an Menschen ließ in Sophia normalerweise ein leises Unbehagen aufsteigen, ein Gefühl, das sich eng um ihre Brust legte. Doch Luna war an ihrer Seite, ruhig, präsent und ein stiller Anker. Mit ihr fühlte sich die Welt weniger überwältigend an, weniger laut. Die Hündin half ihr, ihre Angst zu regulieren, ließ sie nicht mehr dieses vertraute Gefühl von Verlorenheit spüren, das sich draußen so oft einschlich. Und doch gab es diesen anderen Teil ihres Lebens, den sie nicht mit Luna teilen konnte. Im Krankenhaus war kein Platz für sie, nicht wegen fehlender Nähe, sondern wegen Regeln, wegen Allergien, Hygiene und all den Dingen, die zwischen Mensch und Bedürfnis standen. Sophia hatte gelernt, damit zu leben, hatte sich Stück für Stück angepasst, auch wenn es sie anfangs mehr Kraft gekostet hatte, als sie sich eingestehen wollte.
Ihr Blick wanderte durch den Raum, glitt über Gesichter, über flüchtige Momente, bis er an einer Person hängen blieb. Etwas an ihm fühlte sich vertraut an, nicht greifbar, aber spürbar tief in ihr. Dieses gepflegte, doch nicht gekünstelte Erscheinungsbild, das natürliche Haar mit einer Spur von Wildheit, der dichte, dunkle Bart, der seinem Gesicht eine ruhige Präsenz verlieh. Ihr Herz reagierte schneller, als ihr Verstand folgen konnte. Könnte er es wirklich sein.
Unsicher blieb sie stehen, bis Luna sie sanft anstupste, als wollte sie sie daran erinnern, dass Zögern nichts veränderte. Also setzte Sophia sich in Bewegung, Schritt für Schritt, begleitet vom warmen Duft von Kaffee und der süßen Schwere von frischem Kuchen. Luna ging ruhig neben ihr, aufmerksam, als hätte sie den Mann längst erkannt. Damals war sie noch ein Welpe gewesen, als er zuletzt Teil von Sophias Welt gewesen war, damals bei ihrem Vater.
Die hölzerne Eckbank kam näher, die weichen Kissen darauf, die vertraute Ruhe, mit der er dort saß, leicht zurückgelehnt, die Augen geschlossen, als würde er sich dem Moment entziehen. Und doch lag in seiner Haltung etwas Wachsames, als würde er die Welt auch ohne Blick wahrnehmen. Als sich seine Augen öffneten und sich scheinbar direkt auf sie richteten, hielt Sophia unbewusst den Atem an. Es war dieses Gefühl, gesehen zu werden, wirklich gesehen, das sie immer mit ihm verbunden hatte.
Leise, fast vorsichtig, durchbrach ihre Stimme die Stille zwischen ihnen.
„Eirik … Eirik Draven, bist du es wirklich?“
Geschrieben von Seyfried - 05.04.2026, 11:53
Langsam, beinahe bedächtig öffnete Eirik Draven nun die Tür des „Patchwork“, jenes kleinen „Cafés“, welches er schon länger zu besichtigen beabsichtigte. Doch nun, endlich am Ende seiner Vorstellungen angekommen, wanderte sein Blick zu Beginn erst einmal über die sich ihm bietende Landschaft. Musternd, nicht bewertend. Seine Schritte unterstrichen sein Auftreten nochmals, denn sie waren leise, aber nicht lautlos. Jede Bewegung in seinem Handeln folgte einem Grund, nichts geschah willkürlich. Seinen Blick zwischen ihm unbekannten Gesichtern und Individuen hin- und herbewegend, bahnte er sich bewusst seinen Weg zu einem freien Stückchen Ruhe am Ende des Cafés. Genau dort, wo er sich frei entfalten konnte, wo weder Zeit noch Verpflichtung im Nacken saßen.
Am erwählten Platz angekommen, mit seinen Fingern über den Tisch streichend, nahm er ganz bewusst die Maserung wahr, fühlte ihn, fühlte seine vergangene Geschichte und die damit verbundenen Abenteuer. Ja… Eirik Draven war mehr, als er vorzugeben schien, und dennoch wusste er eines ganz genau: Nicht alles, was in einem wohnte, musste auch nach außen getragen werden.
Es sich nun langsam auf der hölzernen Eckbank bequem machend, das Sitzkissen unter sich spürend, lehnte er sich ein Stück nach hinten, um seine Augen zu schließen. So lange war er nun gefahren, so lange hatte er nur in Rollen existiert, dass er beinahe vergessen hatte, wie es war, einfach nur Mensch sein zu dürfen. Doch dieses Bedürfnis nach Normalität hatte seinen festen Preis. Ebenso wie sein Wunsch, stetig Gutes tun zu wollen, jedem Menschen helfen zu wollen. Erneut ließ Eirik nun seinen Blick über den Innenraum wandern, doch in diesem Moment erschien ihm sein eigenes Leben unerwartet unbedeutend. Nicht weil dies tatsächlich der Wahrheit entsprach, sondern weil er hier selbst nur ein kleines Teil von etwas viel Größerem war. Wie man dazu stand oder stehen konnte? Das musste letzten Endes jeder für sich alleine entscheiden. Und doch war Eirik zweigeteilt. Zum einen, weil er sich in großen Menschenmengen immer selbst verlor, und zum anderen, weil er das Gefühl brauchte, gebraucht zu werden.
Ein leiser Seufzer entfuhr nun seiner Kehle. Dann rieb er sich mit seiner Hand erst über seine Augen und anschließend durch sein Haar, während er der Dinge harrte, die hier und jetzt noch auf ihn zukommen sollten.
Am erwählten Platz angekommen, mit seinen Fingern über den Tisch streichend, nahm er ganz bewusst die Maserung wahr, fühlte ihn, fühlte seine vergangene Geschichte und die damit verbundenen Abenteuer. Ja… Eirik Draven war mehr, als er vorzugeben schien, und dennoch wusste er eines ganz genau: Nicht alles, was in einem wohnte, musste auch nach außen getragen werden.
Es sich nun langsam auf der hölzernen Eckbank bequem machend, das Sitzkissen unter sich spürend, lehnte er sich ein Stück nach hinten, um seine Augen zu schließen. So lange war er nun gefahren, so lange hatte er nur in Rollen existiert, dass er beinahe vergessen hatte, wie es war, einfach nur Mensch sein zu dürfen. Doch dieses Bedürfnis nach Normalität hatte seinen festen Preis. Ebenso wie sein Wunsch, stetig Gutes tun zu wollen, jedem Menschen helfen zu wollen. Erneut ließ Eirik nun seinen Blick über den Innenraum wandern, doch in diesem Moment erschien ihm sein eigenes Leben unerwartet unbedeutend. Nicht weil dies tatsächlich der Wahrheit entsprach, sondern weil er hier selbst nur ein kleines Teil von etwas viel Größerem war. Wie man dazu stand oder stehen konnte? Das musste letzten Endes jeder für sich alleine entscheiden. Und doch war Eirik zweigeteilt. Zum einen, weil er sich in großen Menschenmengen immer selbst verlor, und zum anderen, weil er das Gefühl brauchte, gebraucht zu werden.
Ein leiser Seufzer entfuhr nun seiner Kehle. Dann rieb er sich mit seiner Hand erst über seine Augen und anschließend durch sein Haar, während er der Dinge harrte, die hier und jetzt noch auf ihn zukommen sollten.
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