Heute, 02:11 - Wörter:
Die Hauptstadt mit dem eindrucksvollen Herrscherpalast in ihrem Zentrum war das Herz des Reiches. Dort herrschte Kaiser Theophilus der Auserwählte bereits seit mehr als dreihundert Jahren. Sein Körper war sterblich, alterte, und verfiel mit der Zeit wie die aller Menschen, doch als Auserwählter des einen und einzigen Gottes gewährte ihm dieser bislang nach jedem Tod jedes mal eine Wiedergeburt, und lies ihn nur kurz nach seinem Ableben als jungen Mann wieder auferstehen, damit er seine heilige Mission fortsetzen konnte. Betrachtete man die Hauptstadt, so schien er damit auch ziemlich erfolgreich zu sein, denn es herrschte für die fast eine Million Einwohner relativer Wohlstand. Mehrere Aquädukte versorgte sie Stadt um die zahlreichen öffentlichen Brunnen und Badehäuser mit ausreichend Wasser zu versorgen. Das umliegende Land war fruchtbar, und wurde für die Landwirtschaft genutzt, um die Bewohner mit genügend Nahrung zu versorgen. Doch je weiter man sich von der Hauptstadt entfernte, um so schlechter wurden die Lebensbedingungen. Offiziellen Verlautbarungen nach lag das daran, dass mit zunehmender Entfernung zum Kaiser auch der Segen Gottes nachließ, doch lag der eigentlich Grund dabei wohl eher daran, dass sich der Schwerpunkt der Verwaltung auf die Versorgung der Hauptstadt konzentrierte, und die Peripherie deshalb vernachlässigte. Daher nahm der Widerstand bei zunehmender Entfernung zur Hauptstadt zu der Politik und Religion des Reiches mehr und mehr ab, auch wenn nur wenige sich trauten sich dem offen entgegen zu treten.
In den Grenzlanden spielten die allgemeinen Regeln des Reiches nur eine untergeordnete Rolle, denn anders als im dahinter liegenden Kernreich hatte man es hier mit feindlicher Flora und Fauna zu tun, deren Bewältigung vollste Aufmerksamkeit verlangte. Da dies von der höher geordneten Verwaltung zumeist ignoriert wurde, verließen sich die dortigen Bewohner lieber auf sich selbst, und ignorierten daher auch ihrerseits weitgehend auch die reichsweiten Regeln. Dieser Umstand machte diese Regionen für Gesetzlose daher sehr interessant.
Für Leonard bot dies ein Anhaltspunkt bei seiner Verfolgung seines ehemaligen Freundes, welcher sich als Brandstifter und Entführer entpuppt hatte. Der Graf, welcher für diese Region verantwortlich war, verwies ihn auf einem, ihm untergeordneten Baron. Dieser räumte zwar ein, dass es in seinem Verantwortungsbereich immer wieder flüchtige Gesetzesbrecher gäbe, doch gab er zu seiner Verteidigung zu bedenken, dass er bei weitem nicht über die nötigen Ressourcen verfügen würde um dies zu verhindern, denn er würde alle seine verfügbaren Kräfte dafür nutzen müssen um seine Untertanen zu beschützen. Trotzdem konnte er dem Kleriker eine Spur liefern. In einem in seinem Herrschaftsbereich hätte es Gerüchte über Ruinen außerhalb des Reiches gegeben. Er selbst bemühte sich zu vergewissern, dass er an derlei gottloses Gerede nicht glauben würde, doch Gesetzlose könnten dies sehr wohl tun, und verwies ihm auf das Dorf in dem dieses Gerücht erstmals aufgetaucht war.
In den Grenzlanden spielten die allgemeinen Regeln des Reiches nur eine untergeordnete Rolle, denn anders als im dahinter liegenden Kernreich hatte man es hier mit feindlicher Flora und Fauna zu tun, deren Bewältigung vollste Aufmerksamkeit verlangte. Da dies von der höher geordneten Verwaltung zumeist ignoriert wurde, verließen sich die dortigen Bewohner lieber auf sich selbst, und ignorierten daher auch ihrerseits weitgehend auch die reichsweiten Regeln. Dieser Umstand machte diese Regionen für Gesetzlose daher sehr interessant.
Für Leonard bot dies ein Anhaltspunkt bei seiner Verfolgung seines ehemaligen Freundes, welcher sich als Brandstifter und Entführer entpuppt hatte. Der Graf, welcher für diese Region verantwortlich war, verwies ihn auf einem, ihm untergeordneten Baron. Dieser räumte zwar ein, dass es in seinem Verantwortungsbereich immer wieder flüchtige Gesetzesbrecher gäbe, doch gab er zu seiner Verteidigung zu bedenken, dass er bei weitem nicht über die nötigen Ressourcen verfügen würde um dies zu verhindern, denn er würde alle seine verfügbaren Kräfte dafür nutzen müssen um seine Untertanen zu beschützen. Trotzdem konnte er dem Kleriker eine Spur liefern. In einem in seinem Herrschaftsbereich hätte es Gerüchte über Ruinen außerhalb des Reiches gegeben. Er selbst bemühte sich zu vergewissern, dass er an derlei gottloses Gerede nicht glauben würde, doch Gesetzlose könnten dies sehr wohl tun, und verwies ihm auf das Dorf in dem dieses Gerücht erstmals aufgetaucht war.
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