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		<title><![CDATA[The Storyteller - Orbitale]]></title>
		<link>https://the-storyteller.eu/</link>
		<description><![CDATA[The Storyteller - https://the-storyteller.eu]]></description>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 13:33:23 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA["Spontane Weihnachtsfeier" klang irgendwie besser]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1322.html</link>
			<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 20:14:01 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=169">Pammee</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Sie hätte es wissen müssen! Cash saß ihr gegenüber an ihrem Küchentisch und mümmelte zufrieden seine Frühlingsrollen. Ihr Glas kreiste in ihrer Hand. Wäre darin doch bloß irgendein teurer Wein anstelle des günstigen Safts aus dem Tetrapack, den sie am Vortag auf dem Weg nach Hause im Supermarkt mitgenommen hatte, weil die Verpackung so nett aussah. War der Saft schlecht? Eher durchschnittlich. Aber sie hatte halt irgendetwas gebraucht, das sie davon ablenkte, dass das elterliche Weihnachtsessen aufgrund von Krankheit ihrer Eltern ausfallen musste.<br />
„Du bist doch nur hergekommen, weil du den Asiaten unten magst, oder?“, fragte sie geradeheraus. „Du hättest auch irgendetwas holen können, was ein bisschen festlicher ist. Ich meine, es ist schließlich Weihnachten, also… Truthahn oder sowas.“ Sie schaute auf ihren eigenen Teller, auf dem sich gebratene Nudeln mit viel Fleisch befanden. Leider weder Truthahn noch Ente. „Aber danke, dass du mich nicht überfällst, ohne Essen mitzubringen. Und entschuldige den Mangel an Deko, ich habe nicht mit Gästen gerechnet.“<br />
Aber irgendwie passte es zu Cash, einfach an Hazels Tür zu klingeln, wenn er sich zu 100 Prozent sicher war, dass sie zuhause sein würde. Alleine noch dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sie hätte es wissen müssen! Cash saß ihr gegenüber an ihrem Küchentisch und mümmelte zufrieden seine Frühlingsrollen. Ihr Glas kreiste in ihrer Hand. Wäre darin doch bloß irgendein teurer Wein anstelle des günstigen Safts aus dem Tetrapack, den sie am Vortag auf dem Weg nach Hause im Supermarkt mitgenommen hatte, weil die Verpackung so nett aussah. War der Saft schlecht? Eher durchschnittlich. Aber sie hatte halt irgendetwas gebraucht, das sie davon ablenkte, dass das elterliche Weihnachtsessen aufgrund von Krankheit ihrer Eltern ausfallen musste.<br />
„Du bist doch nur hergekommen, weil du den Asiaten unten magst, oder?“, fragte sie geradeheraus. „Du hättest auch irgendetwas holen können, was ein bisschen festlicher ist. Ich meine, es ist schließlich Weihnachten, also… Truthahn oder sowas.“ Sie schaute auf ihren eigenen Teller, auf dem sich gebratene Nudeln mit viel Fleisch befanden. Leider weder Truthahn noch Ente. „Aber danke, dass du mich nicht überfällst, ohne Essen mitzubringen. Und entschuldige den Mangel an Deko, ich habe nicht mit Gästen gerechnet.“<br />
Aber irgendwie passte es zu Cash, einfach an Hazels Tür zu klingeln, wenn er sich zu 100 Prozent sicher war, dass sie zuhause sein würde. Alleine noch dazu.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Da hilft nur beten]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1292.html</link>
			<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 09:51:47 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tyler:</span><br />
<br />
Tyler wusste nicht, wie lange er in keiner Kirche gewesen war. Zuhause in Bisham, falls er es zuhause nennen wollte, gehörte das dazu: Sonntags ging die Familie gemeinsam zum Gottesdienst, als lebten sie im 19. Jahrhundert und hätten wenig von Entwicklungen in der Forschung mitbekommen. Als müsse man sich die langweiligen Worte anhören, um Buße für alle Verfehlungen der Woche zu tun.<br />
In York hingegen war das kein Pflichtprogramm, also war er nur noch zu besonderen Tagen in der Kirche gewesen. Zu Weihnachten. Wenn Rockefellers in den Ferien keinen Platz für ihn gefunden hatten und er deshalb in Bisham gewesen war.<br />
Das war alles so unendlich lange her.<br />
Es hatte ihn einiges an Überwindung gekostet, eine Kirche in New Amsterdam rauszusuchen - mit Hilfe einer Alphabet-Plattform, was wohl der größte Verrat an seinem Arbeitgeber war, den er sich leisten konnte.<br />
Aber besser hier als in der Schweiz, wohin er in wenigen Tagen wieder flog.<br />
Also stand er vor einer unscheinbaren Kirche, die noch weniger ansprechend erschien als die in Bisham. Eingekesselt zwischen Wolkenkratzern, mit wenig grün drum herum. Gott gab man hier kaum Raum. Außer man wollte den Mitgliedern einer der sektenartigen Mega-Churches gefallen; dann waren plötzlich Geld und Platz für großspurige Gebäude da, in denen tagein, tagaus ein Gospelchor fröhliche Hymnen trällerte, um jede Synapse zu kitzeln und die Gehirnwäsche zu komplettieren.<br />
Diese Kirche hingegen war schlicht, fast zu sehr.<br />
Tyler atmete tief durch und trat ein. Beinahe erwartete er, dass ihn beim Eintreten der Schlag traf, doch nichts dergleichen geschah, sodass er langsam seinen Weg fortsetzte. Jeder seiner Schritte hallte wider und erzeugte eine Gänsehaut auf seinen Armen, deretwegen er sich am liebsten geschüttelt hätte. Etwas planlos irrte er durch den Raum, bis er einen Mann sah, der gerade Notenblätter zum Klavier in der Ecke brachte. Er arbeitete also hier.<br />
"Ähm, hallo?", sagte Tyler weitaus weniger selbstbewusst als er sich wünschte.<br />
Der Mann drehte sich zu ihm, grüßte freundlich. Er mochte etwa in Tylers Alter sein, schlank, mit dunklen Haaren. Irgendwie erinnerte er an Lennon.<br />
"Ich bin kein Mitglied dieser Gemeinde, aber ich", Tyler strich sich durch das Haar, während er seine Gedanken sammelte, "ich würde gerne vertraulich etwas besprechen?"<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gabriel:</span><br />
<br />
Es war ein erfolgreicher Tag gewesen - die Kindergruppe hatte trotz aller Weihnachtsaufregung gut mitgemacht, die Kirche war gefegt, und die Gesangsbücher auch wieder alle an ihrem Platz, bereit für die nächste Chorprobe. Gabriel atmete einmal tief durch, als er sich in dem leeren Kirchenschiff umsah. Ein Erfolg, nur manchmal wünschte er sich mehr Hilfe. Aber die würde der Herr ihm senden, wenn es an der Zeit war, und bis dahin kümmerte er sich, so gut er konnte. Maria aus der Lobpreis-Band hatte angedeutet, sich mehr einbringen zu wollen, vielleicht war das schon der Weg, es würde sich zeigen. Vielleicht war da noch jemand, der die Kirche gerne vollhatte, die Bänke, den Chor, und das nicht nur an Weihnachten. Nun, jetzt würde er noch einmal die Akustik der Kirche genießen, ein bisschen Klavier spielen und dabei beten, das war sein liebster Tagesausklang. Aber da hörte er die Tür, schaute kurz hin - ein junger Mann, der sich umschaute. Gabriel widerstand dem Drang, gleich zu ihm hinzugehen. Er sah gehetzt aus, und Gabriel wollte ihn nicht verscheuchen. Allein schon, weil mal jemand in die Kirche kam, den er nicht kannte. Also drehte er sich weg - natürlich nicht zu sehr - und wartete ab, raschelte mit seinen Notenblättern, und versuchte, seine Ungeduld zu verstecken. Er freute sich bestimmt zu früh, denn die einzigen Fremden, die hierher kamen, wollten immer etwas, das er nicht geben konnte. Meistens Geld und Steuern und Miete.<br />
Aber da - der Gast sprach! Er hatte sich nicht verirrt! Er wollte kein Geld eintreiben, das sie nicht hatten! Gabriel lächelte freundlich und erleichtert. "Willkommen im Haus Gottes, jeder ist hier willkommen. Was kann ich für dich tun?" Er tat sein Bestes, nicht mit Ausrufezeichen zu sprechen, obwohl es ihm schwerfiel. Aber: die Leute nicht verschrecken, das war die Devise, die er vom Kirchenrat bekommen hatte. "Ich bin Gabriel, Pastor in Ausbildung. Ich höre gern zu." Gabriel stellte die Noten auf das Klavier. "Wir können uns setzen, wenn du magst." Oje - so war das, wenn nie neue Leute in die Kirche kamen. "Ich meine, wenn Sie mögen. Und was ich für Sie tun kann", schob er schnell hinterher. Unhöflich wollte er auf keinen Fall sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tyler:</span><br />
<br />
Tyler wusste nicht, wie lange er in keiner Kirche gewesen war. Zuhause in Bisham, falls er es zuhause nennen wollte, gehörte das dazu: Sonntags ging die Familie gemeinsam zum Gottesdienst, als lebten sie im 19. Jahrhundert und hätten wenig von Entwicklungen in der Forschung mitbekommen. Als müsse man sich die langweiligen Worte anhören, um Buße für alle Verfehlungen der Woche zu tun.<br />
In York hingegen war das kein Pflichtprogramm, also war er nur noch zu besonderen Tagen in der Kirche gewesen. Zu Weihnachten. Wenn Rockefellers in den Ferien keinen Platz für ihn gefunden hatten und er deshalb in Bisham gewesen war.<br />
Das war alles so unendlich lange her.<br />
Es hatte ihn einiges an Überwindung gekostet, eine Kirche in New Amsterdam rauszusuchen - mit Hilfe einer Alphabet-Plattform, was wohl der größte Verrat an seinem Arbeitgeber war, den er sich leisten konnte.<br />
Aber besser hier als in der Schweiz, wohin er in wenigen Tagen wieder flog.<br />
Also stand er vor einer unscheinbaren Kirche, die noch weniger ansprechend erschien als die in Bisham. Eingekesselt zwischen Wolkenkratzern, mit wenig grün drum herum. Gott gab man hier kaum Raum. Außer man wollte den Mitgliedern einer der sektenartigen Mega-Churches gefallen; dann waren plötzlich Geld und Platz für großspurige Gebäude da, in denen tagein, tagaus ein Gospelchor fröhliche Hymnen trällerte, um jede Synapse zu kitzeln und die Gehirnwäsche zu komplettieren.<br />
Diese Kirche hingegen war schlicht, fast zu sehr.<br />
Tyler atmete tief durch und trat ein. Beinahe erwartete er, dass ihn beim Eintreten der Schlag traf, doch nichts dergleichen geschah, sodass er langsam seinen Weg fortsetzte. Jeder seiner Schritte hallte wider und erzeugte eine Gänsehaut auf seinen Armen, deretwegen er sich am liebsten geschüttelt hätte. Etwas planlos irrte er durch den Raum, bis er einen Mann sah, der gerade Notenblätter zum Klavier in der Ecke brachte. Er arbeitete also hier.<br />
"Ähm, hallo?", sagte Tyler weitaus weniger selbstbewusst als er sich wünschte.<br />
Der Mann drehte sich zu ihm, grüßte freundlich. Er mochte etwa in Tylers Alter sein, schlank, mit dunklen Haaren. Irgendwie erinnerte er an Lennon.<br />
"Ich bin kein Mitglied dieser Gemeinde, aber ich", Tyler strich sich durch das Haar, während er seine Gedanken sammelte, "ich würde gerne vertraulich etwas besprechen?"<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gabriel:</span><br />
<br />
Es war ein erfolgreicher Tag gewesen - die Kindergruppe hatte trotz aller Weihnachtsaufregung gut mitgemacht, die Kirche war gefegt, und die Gesangsbücher auch wieder alle an ihrem Platz, bereit für die nächste Chorprobe. Gabriel atmete einmal tief durch, als er sich in dem leeren Kirchenschiff umsah. Ein Erfolg, nur manchmal wünschte er sich mehr Hilfe. Aber die würde der Herr ihm senden, wenn es an der Zeit war, und bis dahin kümmerte er sich, so gut er konnte. Maria aus der Lobpreis-Band hatte angedeutet, sich mehr einbringen zu wollen, vielleicht war das schon der Weg, es würde sich zeigen. Vielleicht war da noch jemand, der die Kirche gerne vollhatte, die Bänke, den Chor, und das nicht nur an Weihnachten. Nun, jetzt würde er noch einmal die Akustik der Kirche genießen, ein bisschen Klavier spielen und dabei beten, das war sein liebster Tagesausklang. Aber da hörte er die Tür, schaute kurz hin - ein junger Mann, der sich umschaute. Gabriel widerstand dem Drang, gleich zu ihm hinzugehen. Er sah gehetzt aus, und Gabriel wollte ihn nicht verscheuchen. Allein schon, weil mal jemand in die Kirche kam, den er nicht kannte. Also drehte er sich weg - natürlich nicht zu sehr - und wartete ab, raschelte mit seinen Notenblättern, und versuchte, seine Ungeduld zu verstecken. Er freute sich bestimmt zu früh, denn die einzigen Fremden, die hierher kamen, wollten immer etwas, das er nicht geben konnte. Meistens Geld und Steuern und Miete.<br />
Aber da - der Gast sprach! Er hatte sich nicht verirrt! Er wollte kein Geld eintreiben, das sie nicht hatten! Gabriel lächelte freundlich und erleichtert. "Willkommen im Haus Gottes, jeder ist hier willkommen. Was kann ich für dich tun?" Er tat sein Bestes, nicht mit Ausrufezeichen zu sprechen, obwohl es ihm schwerfiel. Aber: die Leute nicht verschrecken, das war die Devise, die er vom Kirchenrat bekommen hatte. "Ich bin Gabriel, Pastor in Ausbildung. Ich höre gern zu." Gabriel stellte die Noten auf das Klavier. "Wir können uns setzen, wenn du magst." Oje - so war das, wenn nie neue Leute in die Kirche kamen. "Ich meine, wenn Sie mögen. Und was ich für Sie tun kann", schob er schnell hinterher. Unhöflich wollte er auf keinen Fall sein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gestatten? Harrison - ich bin hier der Gastgeber]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1290.html</link>
			<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 18:34:12 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=169">Pammee</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-1290.html</guid>
			<description><![CDATA[Die Begrüßung hatten sie unfallfrei hinter sich gebracht und schauten gemeinsam den Esstisch an, dessen Dekoration Candace sich gegen den Willen ihrer Mutter angenommen hatte. Zurückhaltend hätte es sein sollen. Erdtöne und vielleicht ein wenig Silber. Nicht mit Candace! Es war quasi das Silvester kurz vor Silvester, also durfte ein wenig Farbe Einzug halten. Stilvoll, natürlich, aber immer mit ihrem Fingerabdruck drauf. Die Gläser waren rot, das Geschirr blau, das Besteck hatte dezente Glitzerelemente. Es gab Konfetti und Luftschlangen und allerlei kleine Anspielungen auf Luftballons überall im Raum - nur keine echten Ballons, damit Kopernikus nicht durch einen lauten Knall in Angst und Schrecken versetzt werden konnte.<br />
„Ich weiß, es ist vielleicht ein wenig viel für ein normales Auge, aber mir gefällt es eben so“, sagte sie entschuldigend zu Jack, dem sie ansehen konnte, dass er mit ihrem Geschmack nichts anzufangen wusste.<br />
Candace rang die Hände und wippte ein wenig hin und her.<br />
Es war merkwürdig, so ganz allein mit ihm in der Wohnung zu sein, während ihre Eltern Onkel Skye aus dem Hotel abholten, in dem er seit gestern wohl seinen Jetlag auskurierte. Oder tief in die Entwicklung eines neuen Produkts vertieft war, das wusste man bei ihm nie.<br />
„Wir haben noch ein bisschen Zeit bis die anderen kommen, also…“, sie verlor kurz den Faden, als sie sah, dass ein Bild an der Wand schief hing, „kann ich dir etwas anbieten?“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Begrüßung hatten sie unfallfrei hinter sich gebracht und schauten gemeinsam den Esstisch an, dessen Dekoration Candace sich gegen den Willen ihrer Mutter angenommen hatte. Zurückhaltend hätte es sein sollen. Erdtöne und vielleicht ein wenig Silber. Nicht mit Candace! Es war quasi das Silvester kurz vor Silvester, also durfte ein wenig Farbe Einzug halten. Stilvoll, natürlich, aber immer mit ihrem Fingerabdruck drauf. Die Gläser waren rot, das Geschirr blau, das Besteck hatte dezente Glitzerelemente. Es gab Konfetti und Luftschlangen und allerlei kleine Anspielungen auf Luftballons überall im Raum - nur keine echten Ballons, damit Kopernikus nicht durch einen lauten Knall in Angst und Schrecken versetzt werden konnte.<br />
„Ich weiß, es ist vielleicht ein wenig viel für ein normales Auge, aber mir gefällt es eben so“, sagte sie entschuldigend zu Jack, dem sie ansehen konnte, dass er mit ihrem Geschmack nichts anzufangen wusste.<br />
Candace rang die Hände und wippte ein wenig hin und her.<br />
Es war merkwürdig, so ganz allein mit ihm in der Wohnung zu sein, während ihre Eltern Onkel Skye aus dem Hotel abholten, in dem er seit gestern wohl seinen Jetlag auskurierte. Oder tief in die Entwicklung eines neuen Produkts vertieft war, das wusste man bei ihm nie.<br />
„Wir haben noch ein bisschen Zeit bis die anderen kommen, also…“, sie verlor kurz den Faden, als sie sah, dass ein Bild an der Wand schief hing, „kann ich dir etwas anbieten?“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Newsflash aus der Ferne]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1254.html</link>
			<pubDate>Mon, 29 Sep 2025 15:35:51 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=169">Pammee</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-1254.html</guid>
			<description><![CDATA[Tyler trat im Handtuch aus seinem Badezimmer hinaus und stellte mit einem schnellen Blick zum Bett fest, dass Johnny noch im Land der Träume weilte. Es erstaunte ihn immer wieder, wie flexibel Johnnys Schlafrhythmus war. Er konnte bis tief in die Nacht wach bleiben und am nächsten Morgen mit den Vögeln aufstehen - oder er ging zu einer gesitteten Zeit zu Bett, nur um bis weit in den Vormittag hinein zu schlafen. So tief wie die Decke auf seinem nackten Oberkörper lag, wollte Tyler sich nicht darüber beschweren, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">dass </span>er noch schlief.<br />
Leise ging Tyler zum Schreibtisch und griff sein Handy. Nichts von Lennon. Nun, vielleicht nicht erstaunlich, bei ihm musste es bald Mitternacht sein.<br />
<br />
"Na noch wach?"<br />
<br />
"Hast du jetzt mal mit Candace gesprochen, was sie vom Langweiler will?"<br />
<br />
"Ich meine, sie steht doch so auf Ians Hunde, vielleicht will sie sich mit ihm einfach einen treudoofen beagle anschaffen, irgendwie sieht er ja ein wenig so aus wie einer"<br />
<br />
Wieder ein Blick zu Johnny, der alles andere als nach einem Beagle aussah. Und sein Verhalten war auch ganz anders als das seines Bruders; weitaus offener und weniger steif. Tyler konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand freiwillig lieber Zeit mit Jackie als mit Johnny verbrachte. Aber er war auch kein Influencerpüppchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tyler trat im Handtuch aus seinem Badezimmer hinaus und stellte mit einem schnellen Blick zum Bett fest, dass Johnny noch im Land der Träume weilte. Es erstaunte ihn immer wieder, wie flexibel Johnnys Schlafrhythmus war. Er konnte bis tief in die Nacht wach bleiben und am nächsten Morgen mit den Vögeln aufstehen - oder er ging zu einer gesitteten Zeit zu Bett, nur um bis weit in den Vormittag hinein zu schlafen. So tief wie die Decke auf seinem nackten Oberkörper lag, wollte Tyler sich nicht darüber beschweren, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">dass </span>er noch schlief.<br />
Leise ging Tyler zum Schreibtisch und griff sein Handy. Nichts von Lennon. Nun, vielleicht nicht erstaunlich, bei ihm musste es bald Mitternacht sein.<br />
<br />
"Na noch wach?"<br />
<br />
"Hast du jetzt mal mit Candace gesprochen, was sie vom Langweiler will?"<br />
<br />
"Ich meine, sie steht doch so auf Ians Hunde, vielleicht will sie sich mit ihm einfach einen treudoofen beagle anschaffen, irgendwie sieht er ja ein wenig so aus wie einer"<br />
<br />
Wieder ein Blick zu Johnny, der alles andere als nach einem Beagle aussah. Und sein Verhalten war auch ganz anders als das seines Bruders; weitaus offener und weniger steif. Tyler konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand freiwillig lieber Zeit mit Jackie als mit Johnny verbrachte. Aber er war auch kein Influencerpüppchen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lass mal wieder feiern]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1225.html</link>
			<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 19:27:12 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-1225.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nachricht von Cassian Palmer:</span><br />
<br />
"Hallo Schwesterchen sehe ich dich da mit Lenny bei diesem Orbitale Dings"<br />
<br />
"Sory hier viel los - sind doch bald auf dem Amsterdam-Ring und dann ist natürlichste Party im Fahrerlager - komm und bring Lenny mit das wird sehr lustig"<br />
<br />
"Komm aus deiner Hölle raus, schicke dir gleich Ticket"<br />
<br />
[PLING - Zugangscode zum Formel E Fahrerlager "Amsterdam-Ring"]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nachricht von Cassian Palmer:</span><br />
<br />
"Hallo Schwesterchen sehe ich dich da mit Lenny bei diesem Orbitale Dings"<br />
<br />
"Sory hier viel los - sind doch bald auf dem Amsterdam-Ring und dann ist natürlichste Party im Fahrerlager - komm und bring Lenny mit das wird sehr lustig"<br />
<br />
"Komm aus deiner Hölle raus, schicke dir gleich Ticket"<br />
<br />
[PLING - Zugangscode zum Formel E Fahrerlager "Amsterdam-Ring"]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kragen hoch und BWL]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1137.html</link>
			<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 14:03:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-1137.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jackie Starr</span><br />
<br />
Jackie legte die Unterlagen auf seinen Schreibtisch, richtete das Papier an der Tischkante aus. So sah das gut aus - aber nein, Bilanzen gehörten chronologisch nach rechts, nicht nach links, doch nicht vor die Planung. Also nahm er den Stapel wieder hoch, tauschte ihn mit der Planung, richtete wieder aus. Sein Blick ging zur Uhr an der Wand seines Büros, aber die Zahl war gegenüber dem letzten Mal nur eine Minute weitergewandert. Und es war noch immer vor der vereinbarten Zeit, also durchatmen.<br />
Warum hatte Candace diesem Treffen nach dem Winterempfangsdesaster eigentlich zugestimmt? Sie musste doch auch bemerkt haben, wie furchtbar die Situation mit Lennon gewesen war, wie ... Jackie seufzte. Ja, was genau war da eigentlich passiert? Er konnte sich nur darauf einigen, dass sein Mentee sich nicht verändert hatte, er war weiterhin nicht in Höflichkeit und Diplomatie geschult. Aber vielleicht war das in der Gegenwart von Hazel Palmer auch in Ordnung, das konnte er insgeheim zugeben.<br />
Aber genug von Lennon, jetzt ging es um dieses Treffen heute, und Candace würde kommen, bestimmt. Er war gut vorbereitet, und er hoffte, sie würde ihm zuhören. Zumindest hatte sie auf seine Mail-Anfrage zu einem Treffen zum beschaulichen Thema 'Influencer-KPIs' geantwortet und zugestimmt, und seine Kalendereinladung hatte er auch angenommen. Die er aus reiner Gewohnheit versendet hatte, aber wenigstens... die Uhr ging wieder eine Minute weiter. Jetzt konnte er nur auf die Bürotür starren und hoffen, dass Candace es sich nicht anders überlegt hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jackie Starr</span><br />
<br />
Jackie legte die Unterlagen auf seinen Schreibtisch, richtete das Papier an der Tischkante aus. So sah das gut aus - aber nein, Bilanzen gehörten chronologisch nach rechts, nicht nach links, doch nicht vor die Planung. Also nahm er den Stapel wieder hoch, tauschte ihn mit der Planung, richtete wieder aus. Sein Blick ging zur Uhr an der Wand seines Büros, aber die Zahl war gegenüber dem letzten Mal nur eine Minute weitergewandert. Und es war noch immer vor der vereinbarten Zeit, also durchatmen.<br />
Warum hatte Candace diesem Treffen nach dem Winterempfangsdesaster eigentlich zugestimmt? Sie musste doch auch bemerkt haben, wie furchtbar die Situation mit Lennon gewesen war, wie ... Jackie seufzte. Ja, was genau war da eigentlich passiert? Er konnte sich nur darauf einigen, dass sein Mentee sich nicht verändert hatte, er war weiterhin nicht in Höflichkeit und Diplomatie geschult. Aber vielleicht war das in der Gegenwart von Hazel Palmer auch in Ordnung, das konnte er insgeheim zugeben.<br />
Aber genug von Lennon, jetzt ging es um dieses Treffen heute, und Candace würde kommen, bestimmt. Er war gut vorbereitet, und er hoffte, sie würde ihm zuhören. Zumindest hatte sie auf seine Mail-Anfrage zu einem Treffen zum beschaulichen Thema 'Influencer-KPIs' geantwortet und zugestimmt, und seine Kalendereinladung hatte er auch angenommen. Die er aus reiner Gewohnheit versendet hatte, aber wenigstens... die Uhr ging wieder eine Minute weiter. Jetzt konnte er nur auf die Bürotür starren und hoffen, dass Candace es sich nicht anders überlegt hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Was dieser Mann so alles treibt]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-1074.html</link>
			<pubDate>Sun, 16 Feb 2025 18:46:58 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=169">Pammee</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-1074.html</guid>
			<description><![CDATA[Endlich hatte sie geschafft, ihren Kumpel Louis zu überreden, sie zu einer Veranstaltung bei Orbitale mitzunehmen. Beim Winterempfang war immer alles dabei, was Rang und Namen hatte. Doch viel wichtiger war, dass sie den Mann, den sie seit Jahren nicht mehr hatte finden können, ziemlich allein dastehen sah. Ohne Familie, ohne weiteren Anhang, absolut deplatziert. Hazel kräuselte die Augenbrauen, während sie an ihrem Sekt nippte. Ein ausgezeichneter Sekt, von dem sie sich noch ein paar Gläser gönnen würde.<br />
Früher war immer ein Pulk seiner Mitschüler in seiner Nähe gewesen, der Blonde, der nichts mit Computern am Hut hatte, ganz vorneweg. Quasi joined at the hip. Schenkte man Gossip Queen Glauben, war der gerade nicht da und in der Beziehung zu Candace Harrison kriselte es, weil sie dabei war, sich den nächsten heißen Lover zu suchen. Das war wohl nur ein weiteres Zeichen des Niedergangs des Lennon Rockefeller, den Hazel nicht ohne Genugtuung aus der Ferne beobachtete.<br />
Immer war er besser gewesen als sie, immer hatte er sie bei allen Wettbewerben knapp geschlagen. Die Kommentare, er wäre brillant, schließlich lernte er ja in York und sie nur in "Yorkette", dem Pendant für Mädchen, hingen ihr noch im Ohr.<br />
Und nun? "Rebell von der Westküste", Student, kein Code weit und breit. Eine exzellente Bildung und absolut großartige Fertigkeiten verschwendet für nichts!<br />
Langsam ging Hazel zu ihm herüber und fragte sich, ob er sie überhaupt erkannte. Haar blonder und kürzer, endlich eine Skincare Routine, Kleid statt Hoodie, wenigstens sie sah anders aus als früher.<br />
"Oh, hey", sagte sie, als wäre es das Natürlichste von der Welt, "lange nicht gesehen, Lennon. Wie geht's?"<br />
Wie absolut gestellt, aber es musste genügen, damit er ihrer gewahr wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Endlich hatte sie geschafft, ihren Kumpel Louis zu überreden, sie zu einer Veranstaltung bei Orbitale mitzunehmen. Beim Winterempfang war immer alles dabei, was Rang und Namen hatte. Doch viel wichtiger war, dass sie den Mann, den sie seit Jahren nicht mehr hatte finden können, ziemlich allein dastehen sah. Ohne Familie, ohne weiteren Anhang, absolut deplatziert. Hazel kräuselte die Augenbrauen, während sie an ihrem Sekt nippte. Ein ausgezeichneter Sekt, von dem sie sich noch ein paar Gläser gönnen würde.<br />
Früher war immer ein Pulk seiner Mitschüler in seiner Nähe gewesen, der Blonde, der nichts mit Computern am Hut hatte, ganz vorneweg. Quasi joined at the hip. Schenkte man Gossip Queen Glauben, war der gerade nicht da und in der Beziehung zu Candace Harrison kriselte es, weil sie dabei war, sich den nächsten heißen Lover zu suchen. Das war wohl nur ein weiteres Zeichen des Niedergangs des Lennon Rockefeller, den Hazel nicht ohne Genugtuung aus der Ferne beobachtete.<br />
Immer war er besser gewesen als sie, immer hatte er sie bei allen Wettbewerben knapp geschlagen. Die Kommentare, er wäre brillant, schließlich lernte er ja in York und sie nur in "Yorkette", dem Pendant für Mädchen, hingen ihr noch im Ohr.<br />
Und nun? "Rebell von der Westküste", Student, kein Code weit und breit. Eine exzellente Bildung und absolut großartige Fertigkeiten verschwendet für nichts!<br />
Langsam ging Hazel zu ihm herüber und fragte sich, ob er sie überhaupt erkannte. Haar blonder und kürzer, endlich eine Skincare Routine, Kleid statt Hoodie, wenigstens sie sah anders aus als früher.<br />
"Oh, hey", sagte sie, als wäre es das Natürlichste von der Welt, "lange nicht gesehen, Lennon. Wie geht's?"<br />
Wie absolut gestellt, aber es musste genügen, damit er ihrer gewahr wurde.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Teufel trägt Mario Garcia]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-968.html</link>
			<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 19:35:20 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-968.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jackie Starr</span><br />
<br />
Er hätte sich niemals darauf einlassen dürfen. Vorsichtig schaute er sich um, dann in das Sektglas, was er in der Hand hielt. Nein, das hier war falsch, er hätte deutlich aber bestimmt ablehnen müssen. Nicht nur den Sekt. Stattdessen saß er nun hier, im Mario Garcia-Store, und - naja, er war nicht im Dienst, dann konnte er sich das kleine Gläschen Sekt auch gönnen. Jackie stürzte es herunter, es prickelte, und vielleicht würde es ihm die Nervösität nehmen. "Mister Starr, Candace Harrison ist gleich bei uns", flötete die Store-Mitarbeiterin, und schenkte ihm Sekt nach, als er das Glas dummerweise nicht schnell genug weggezogen hatte. Ja, das konnte heiter werden. Jackie schaute sich wieder um. Ein Ständer mit Anzügen der Kollektion der nächsten Saison stand schon bereit, und sie schienen alle nach ihm zu rufen, in all ihrer wunderbaren Schurwolle und Tweed, perfekt geeignet für den Winter. An die Preise mochte er nicht denken, aber es ging ja erstmal ums Schauen, hatte Candace gemailt. In ihrer Einladung zu einem gemeinsamen VIP-Store-Besuch, die er niemals hätte annehmen dürfen. Aber vielleicht konnte er noch gehen, immerhin war er viel zu früh erschienen. Hatte sich vor dem Store herumgedrückt, bis ein Mitarbeiter ihn erkannt - wie? warum? - und in den Laden gezogen hatte. Aber Candace war noch nicht da, vielleicht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jackie Starr</span><br />
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Er hätte sich niemals darauf einlassen dürfen. Vorsichtig schaute er sich um, dann in das Sektglas, was er in der Hand hielt. Nein, das hier war falsch, er hätte deutlich aber bestimmt ablehnen müssen. Nicht nur den Sekt. Stattdessen saß er nun hier, im Mario Garcia-Store, und - naja, er war nicht im Dienst, dann konnte er sich das kleine Gläschen Sekt auch gönnen. Jackie stürzte es herunter, es prickelte, und vielleicht würde es ihm die Nervösität nehmen. "Mister Starr, Candace Harrison ist gleich bei uns", flötete die Store-Mitarbeiterin, und schenkte ihm Sekt nach, als er das Glas dummerweise nicht schnell genug weggezogen hatte. Ja, das konnte heiter werden. Jackie schaute sich wieder um. Ein Ständer mit Anzügen der Kollektion der nächsten Saison stand schon bereit, und sie schienen alle nach ihm zu rufen, in all ihrer wunderbaren Schurwolle und Tweed, perfekt geeignet für den Winter. An die Preise mochte er nicht denken, aber es ging ja erstmal ums Schauen, hatte Candace gemailt. In ihrer Einladung zu einem gemeinsamen VIP-Store-Besuch, die er niemals hätte annehmen dürfen. Aber vielleicht konnte er noch gehen, immerhin war er viel zu früh erschienen. Hatte sich vor dem Store herumgedrückt, bis ein Mitarbeiter ihn erkannt - wie? warum? - und in den Laden gezogen hatte. Aber Candace war noch nicht da, vielleicht...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Papa wird's schon richten]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-946.html</link>
			<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 20:18:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=169">Pammee</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-946.html</guid>
			<description><![CDATA[Es war lächerlich. So lächerlich, dass er nervös mit einem Stift auf den Schreibtisch trommelte. Woher der Stift kam? Wie er aussah von den Grafikern, immerhin war er für eines der neueren Grafiktabletts, die sie gerade angeschafft hatten. Oder handelte es sich um einen Prototypen, dessen endgültige Finanzierung sich in den vielen Dokumenten in seinem Postfach versteckte?<br />
Sterling war sich nicht sicher, wusste aber, dass er sich damit nur von der Lächerlichkeit des bevorstehenden Gesprächs ablenken wollte.<br />
Nur leider gab es zu wenig Leute, mit denen er reden konnte, am allerwenigsten Amber oder Royal. Dafür war es es zu wichtig, dass er wenig Gegenworte erhielt.<br />
Es dauerte glücklicherweise nicht mehr lange, bis sich die Tür öffnete und eine Hundenase vorneweg in sein Büro kam. Kopernikus musste immer alles im Auge behalten, da durfte Ian nicht vor ihm eintreten.<br />
Wie slebstverständlich holte Sterling ein Leckerlie aus seiner Schreibtischschublade und beugte sich dem Hund entgegen, als Ian mit seinem neuen Zögling hinein kam.<br />
"Ich sehe, du zeigst dem Kleinen gerade jeden Winkel des Gebäudes statt ihn bei den anderen im Bus zu lassen."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war lächerlich. So lächerlich, dass er nervös mit einem Stift auf den Schreibtisch trommelte. Woher der Stift kam? Wie er aussah von den Grafikern, immerhin war er für eines der neueren Grafiktabletts, die sie gerade angeschafft hatten. Oder handelte es sich um einen Prototypen, dessen endgültige Finanzierung sich in den vielen Dokumenten in seinem Postfach versteckte?<br />
Sterling war sich nicht sicher, wusste aber, dass er sich damit nur von der Lächerlichkeit des bevorstehenden Gesprächs ablenken wollte.<br />
Nur leider gab es zu wenig Leute, mit denen er reden konnte, am allerwenigsten Amber oder Royal. Dafür war es es zu wichtig, dass er wenig Gegenworte erhielt.<br />
Es dauerte glücklicherweise nicht mehr lange, bis sich die Tür öffnete und eine Hundenase vorneweg in sein Büro kam. Kopernikus musste immer alles im Auge behalten, da durfte Ian nicht vor ihm eintreten.<br />
Wie slebstverständlich holte Sterling ein Leckerlie aus seiner Schreibtischschublade und beugte sich dem Hund entgegen, als Ian mit seinem neuen Zögling hinein kam.<br />
"Ich sehe, du zeigst dem Kleinen gerade jeden Winkel des Gebäudes statt ihn bei den anderen im Bus zu lassen."]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Willkommen im Paradies]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-893.html</link>
			<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 20:20:52 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-893.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jack 'Jackie' Starr</span><br />
<br />
<br />
„Ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job...“, murmelte Jackie vor sich hin. „Ich liebe meinen Job…“ An Tagen wie diesen war es allerdings nicht leicht, und mit Hundeflusen auf den Anzug schon gar nicht. Vorsichtig legte er immer und immer wieder die Fusselbürste an, aber die feinen Haare diesen garstigen kleinen Welpen schienen nur immer mehr zu werden. <br />
Was für ein Tag - erst eine lange Vorstandssitzung, bei der er als Assistent des Vorstandes natürlich hatte dabei sein müssen. Das an sich war nicht so schlimm, im Gegenteil, aber hatte Ian den Solarpark wirklich in dieser Länge vorstellen müssen? Hatte der Hund wirklich aus seiner Tasche genommen werden müssen, um die Vorteile für die Umwelt zu demonstrieren? Hatte…<br />
Es klopfte an seiner Bürotür. Jackie seufzte und legte die Fusselbürste wieder an ihren festen Platz in seiner zweitobersten Schreibtischschublade. Er zog sich seine orbitaleblaue Krawatte zurecht, stand auf, schloss den obersten Knopf seines Anzugs. Auch, wenn er seinen Gast nicht mit Freude erwartete, musste alles seine Ordnung haben.<br />
„Herein“.<br />
Erst der Hund, dann auch noch Candace Harrison. Und warum? Ja, warum? ‚Sag‘ ihr, wie schön die Firma, ist Jackie’, war seine einzige Anweisung gewesen. Er hatte zwar gelernt, die Gedanken seiner Chefs zu lesen, aber jetzt musste er doch zu viel interpretieren. <br />
Jackie legte ein unverbindliches Lächeln auf, das er für Aktionärsmeetings und Treffen mit seinem Bruder perfektioniert hatte.<br />
„Guten Tag, Candace. Es ist schön, dich zu sehen.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jack 'Jackie' Starr</span><br />
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„Ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job...“, murmelte Jackie vor sich hin. „Ich liebe meinen Job…“ An Tagen wie diesen war es allerdings nicht leicht, und mit Hundeflusen auf den Anzug schon gar nicht. Vorsichtig legte er immer und immer wieder die Fusselbürste an, aber die feinen Haare diesen garstigen kleinen Welpen schienen nur immer mehr zu werden. <br />
Was für ein Tag - erst eine lange Vorstandssitzung, bei der er als Assistent des Vorstandes natürlich hatte dabei sein müssen. Das an sich war nicht so schlimm, im Gegenteil, aber hatte Ian den Solarpark wirklich in dieser Länge vorstellen müssen? Hatte der Hund wirklich aus seiner Tasche genommen werden müssen, um die Vorteile für die Umwelt zu demonstrieren? Hatte…<br />
Es klopfte an seiner Bürotür. Jackie seufzte und legte die Fusselbürste wieder an ihren festen Platz in seiner zweitobersten Schreibtischschublade. Er zog sich seine orbitaleblaue Krawatte zurecht, stand auf, schloss den obersten Knopf seines Anzugs. Auch, wenn er seinen Gast nicht mit Freude erwartete, musste alles seine Ordnung haben.<br />
„Herein“.<br />
Erst der Hund, dann auch noch Candace Harrison. Und warum? Ja, warum? ‚Sag‘ ihr, wie schön die Firma, ist Jackie’, war seine einzige Anweisung gewesen. Er hatte zwar gelernt, die Gedanken seiner Chefs zu lesen, aber jetzt musste er doch zu viel interpretieren. <br />
Jackie legte ein unverbindliches Lächeln auf, das er für Aktionärsmeetings und Treffen mit seinem Bruder perfektioniert hatte.<br />
„Guten Tag, Candace. Es ist schön, dich zu sehen.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geh' weiter, ich bin unsichtbar]]></title>
			<link>https://the-storyteller.eu/thread-879.html</link>
			<pubDate>Mon, 29 Jul 2024 15:38:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-storyteller.eu/member.php?action=profile&uid=170">Captain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-storyteller.eu/thread-879.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Alpha</span><br />
<br />
Er sollte seinem Gewissen einen kräftigen Tritt in den Hintern verpassen. Dann würde es ihn nicht ständig mit Vergangenem triezen, wie mit dieser Unterschrift, die er unberechtigterweise geleistet hatte. Er war eben nicht der Erziehungsberechtiger von seinem Bruder Evan - Gottseidank - und das hieß, dass er ein Schreiben aufgesetzt hatte, in dem er dies richtigstellte, seinen Vater um die Unterschrift gebeten hatte, und jetzt ein weiteres Mal durch das Krankenhaus irrte.<br />
Und das alles nur, weil sein Gewissen ihm keine Ruhe ließ. Jemand könnte ihn ja in zehn Jahren dafür einsperren. Wenn er da noch lebte.<br />
Alpha seufzte und schaute sich um. Alle Gänge sahen gleich aus, alle weiß, viele Türen, so wie er sich die Irrenanstalt vorstellte, in die er sich nicht nur an Tagen wie diesen einweisen lassen wollte. Der Umschlag mit dem Schreiben verkrumpelte zwischen seinen Fingern. Die Dame am Empfang hatte ihn nicht haben wollen, und hatte ihn direkt in die Abteilung verwiesen. Dahin, wo der nächste Gedankenkloß lauerte, nämlich... sie. Eve, die nicht Eve war, das hatte er bei seiner letzten Begegnung mit der richtigen Eve feststellen können. Allein der Gedanke machte ihm Kopfweh, aber er konnte nicht sagen, ob dies aufgrund des Knotens in seinem Kopf oder weil es eben Eve war. Wie auch immer, sie, die nicht Eve war, könnte in dieser Abteilung sein. Lauern. Und ihm noch mehr Kopfschmerzen machen. Vielleicht hätte er bei seinem Impfbesuch mit Evan nicht weglaufen, sondern der Sache auf den Grund gehen sollen. Immerhin hatte er sie doof angeschaut und was Doofes gefragt und achja, wohin ging noch mal der Weg in die Psychiatrie.<br />
Alpha blieb stehen, schaute sich ein weiteres Mal um. Hier musste es doch eine Schwesternstation geben. Ich meine, das hier war doch der Impftrakt? Aha, da war eine Tür, da stand 'Sekretariat' drauf, das musste es sein. Und dahinter würde jemand sein, mit dem er sich verstand, immerhin war er doch selbst quasi Sekretär, also mit Finanzbuchhaltung. <br />
Er atmete tief durch, klopfte und wartete auf Antwort, während der Brief einen weiteren Knick bekam. Vielleicht sollte er nach Hause gehen und ihn neu ausdrucken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Alpha</span><br />
<br />
Er sollte seinem Gewissen einen kräftigen Tritt in den Hintern verpassen. Dann würde es ihn nicht ständig mit Vergangenem triezen, wie mit dieser Unterschrift, die er unberechtigterweise geleistet hatte. Er war eben nicht der Erziehungsberechtiger von seinem Bruder Evan - Gottseidank - und das hieß, dass er ein Schreiben aufgesetzt hatte, in dem er dies richtigstellte, seinen Vater um die Unterschrift gebeten hatte, und jetzt ein weiteres Mal durch das Krankenhaus irrte.<br />
Und das alles nur, weil sein Gewissen ihm keine Ruhe ließ. Jemand könnte ihn ja in zehn Jahren dafür einsperren. Wenn er da noch lebte.<br />
Alpha seufzte und schaute sich um. Alle Gänge sahen gleich aus, alle weiß, viele Türen, so wie er sich die Irrenanstalt vorstellte, in die er sich nicht nur an Tagen wie diesen einweisen lassen wollte. Der Umschlag mit dem Schreiben verkrumpelte zwischen seinen Fingern. Die Dame am Empfang hatte ihn nicht haben wollen, und hatte ihn direkt in die Abteilung verwiesen. Dahin, wo der nächste Gedankenkloß lauerte, nämlich... sie. Eve, die nicht Eve war, das hatte er bei seiner letzten Begegnung mit der richtigen Eve feststellen können. Allein der Gedanke machte ihm Kopfweh, aber er konnte nicht sagen, ob dies aufgrund des Knotens in seinem Kopf oder weil es eben Eve war. Wie auch immer, sie, die nicht Eve war, könnte in dieser Abteilung sein. Lauern. Und ihm noch mehr Kopfschmerzen machen. Vielleicht hätte er bei seinem Impfbesuch mit Evan nicht weglaufen, sondern der Sache auf den Grund gehen sollen. Immerhin hatte er sie doof angeschaut und was Doofes gefragt und achja, wohin ging noch mal der Weg in die Psychiatrie.<br />
Alpha blieb stehen, schaute sich ein weiteres Mal um. Hier musste es doch eine Schwesternstation geben. Ich meine, das hier war doch der Impftrakt? Aha, da war eine Tür, da stand 'Sekretariat' drauf, das musste es sein. Und dahinter würde jemand sein, mit dem er sich verstand, immerhin war er doch selbst quasi Sekretär, also mit Finanzbuchhaltung. <br />
Er atmete tief durch, klopfte und wartete auf Antwort, während der Brief einen weiteren Knick bekam. Vielleicht sollte er nach Hause gehen und ihn neu ausdrucken.]]></content:encoded>
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